Stromausfall in 2.000 Haushalten in Wien-Ottakring

9. Juli 2012, 17:53
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Laut Wien Energie handelt es sich um Einzelfälle

Wien - Zum sechsten Mal innerhalb von acht Tagen fiel Montagfrüh der Strom in Teilen von Wien aus. 2000 Haushalte in Ottakring waren wegen defekter Kabelstrecken ohne Strom. Bereits am Montag der Vorwoche saßen tausende Passagiere wegen eines Defektes im Umspannwerk Schwechat bei tropischen Temperaturen am Flughafen Wien fest. Zwischen Montagnachmittag und Samstagvormittag kam es aufgrund einer Dysfunktion im Umspannwerk Josefstadt zu drei Stromausfällen im achten Bezirk. Auch Teile der Inneren Stadt und der Mariahilfer Straße mussten vergangene Woche kurzfristig auf Stromversorgung verzichten. Erst am Sonntag waren im Gebiet rund um den Kaisermühlendamm und die Schiffmühlengasse in der Donaustadt 2000 Wohnungen von einer Versorgungsunterbrechung betroffen.

"Untypisch"

Nach Angaben von Wien Energie handelt es sich bei den Stromausfällen um untypische, aber kleinräumige Vorfälle. Anfangs beteuerte der Stromanbieter, dass die Hitze nichts mit den Ausfällen zu tun hätte, doch mittlerweile wurden die hohen Temperaturen zumindest teilweise für die Versorgungsengpässe verantwortlich gemacht. Reinhard Brehmer, Geschäftsführer des Wien-Energie-Stromnetzes, erklärte gegenüber Radio Wien: "Wir stellen fest, dass es wegen der Hitze zu verstärkter Erwärmung des Bodens und des Asphalts kommt. Dadurch kommt es vermehrt zu Störungen."

Laut Christian Ammer, Sprecher von Wien Energie, gebe es hingegen keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass die hohen Temperaturen vermehrt für Stromausfälle sorgen. "Die Ursachen für die Versorgungsunterbrechungen sind unterschiedlich. Teilweise sind Bauarbeiten schuld, aber auch die unzähligen Kühlgeräte und Klimaanlagen sorgen für hohe Belastungen des Stromnetzes." Im Vergleich zum Vorjahr sei es zwischen Jänner und Juli 2012 sogar zu 20 Prozent weniger Stromausfällen gekommen. "Wir gehen davon aus, dass sich die Lage bald wieder normalisieren wird", so Ammer. (flop, DER STANDARD, 10.7.2012)

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