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Wien - Zum sechsten Mal innerhalb von acht Tagen fiel Montagfrüh der Strom in Teilen von Wien aus. 2000 Haushalte in Ottakring waren wegen defekter Kabelstrecken ohne Strom. Bereits am Montag der Vorwoche saßen tausende Passagiere wegen eines Defektes im Umspannwerk Schwechat bei tropischen Temperaturen am Flughafen Wien fest. Zwischen Montagnachmittag und Samstagvormittag kam es aufgrund einer Dysfunktion im Umspannwerk Josefstadt zu drei Stromausfällen im achten Bezirk. Auch Teile der Inneren Stadt und der Mariahilfer Straße mussten vergangene Woche kurzfristig auf Stromversorgung verzichten. Erst am Sonntag waren im Gebiet rund um den Kaisermühlendamm und die Schiffmühlengasse in der Donaustadt 2000 Wohnungen von einer Versorgungsunterbrechung betroffen.
"Untypisch"
Nach Angaben von Wien Energie handelt es sich bei den Stromausfällen um untypische, aber kleinräumige Vorfälle. Anfangs beteuerte der Stromanbieter, dass die Hitze nichts mit den Ausfällen zu tun hätte, doch mittlerweile wurden die hohen Temperaturen zumindest teilweise für die Versorgungsengpässe verantwortlich gemacht. Reinhard Brehmer, Geschäftsführer des Wien-Energie-Stromnetzes, erklärte gegenüber Radio Wien: "Wir stellen fest, dass es wegen der Hitze zu verstärkter Erwärmung des Bodens und des Asphalts kommt. Dadurch kommt es vermehrt zu Störungen."
Laut Christian Ammer, Sprecher von Wien Energie, gebe es hingegen keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass die hohen Temperaturen vermehrt für Stromausfälle sorgen. "Die Ursachen für die Versorgungsunterbrechungen sind unterschiedlich. Teilweise sind Bauarbeiten schuld, aber auch die unzähligen Kühlgeräte und Klimaanlagen sorgen für hohe Belastungen des Stromnetzes." Im Vergleich zum Vorjahr sei es zwischen Jänner und Juli 2012 sogar zu 20 Prozent weniger Stromausfällen gekommen. "Wir gehen davon aus, dass sich die Lage bald wieder normalisieren wird", so Ammer. (flop, DER STANDARD, 10.7.2012)
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Vorgaben der EU über privatisierte Stromnetze in Sachen Ausfallsicherheit. 99,7 % wird gefordert. Ein rasch Reagierender: Das sind ja mehr als 24 h Stromausfall im Jahr! Antwort des Vortragenden - offensichtlich ernst gemeint - wir wollen doch auch den Markt für Notstromaggregate fördern.....
Eigentlich kann ich mich subjektiv gar nicht erinnern, dass es dort wo ich in Wien gewohnt habe, je einen "echten" Stromausfall gegeben hat.
30 Jahre lang hat Wien Energie mir Strom quasi unterbrechungsfrei geliefert. Ab un zu hat mal das Licht geflackert, aber mehr nicht. Das ist eine tolle Leistung.
Letzte Woche und diese Woche bin ich allerdings jeden zweiten Tag bei meinen Eltern, um Uhren und TV nach richtig langen Ausfällen einzustellen. Also so Arg hab ich das nur in Nordzypern erlebt, wo die Griechen den Türken 1x pro Tag den Strom abdrehen.
Das als -20% Störungen zu verkaufen ist genial. Manche scheinen das sogar zu glauben ;)
mit SolarWarmwasser vom Hausdach, Wind um die Ecke und PhotoVoltaik (ebenfalls vom Hausdach, für BasisBeleuchtung, TV/mp3player und Handyladen) ist
-- sogar bei Entfall der skurrilen (Wiener!!) Heizöl"Förderung" --
man auf alle Fälle besser bedient als mit der Ideologie der Kraftwerke, IndustrieRABATTE (!!) auf Strom, und "Strom"Autobahnen".
Wir haben uns während einer Vorlesung mal durchgerechnet was man da alles bräuchte.
Die Kollektorenfläche müsste in etwa so groß sein wie der Wienerwald. Der Akku den man zum puffern barucht hat eine Grundfläche von 200x300m und ist 70m hoch.
Und damit ist aber dann noch immer nicht sichergestellt das man 15min. nachdem die Sonne verschwunden ist nicht im dunklen sitzt.
empfehle ich, so komplizierte Systeme wie ein Stromversorgungs- oder Nahverkehrsnetz mal selbst zu betreiben, und dann zu schauen, ob sie (1) eine geringere Ausfallsrate und (2) lichtvollere Pressemitteilungen zusammen bringen. Ich bezweifle das.
"Laut Christian Ammer, Sprecher von Wien Energie, gebe es hingegen keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass die hohen Temperaturen vermehrt für Stromausfälle sorgen."
Wenn´s keine statistische Häufung ist, dann ist es durch die letzten 9 Tage empirisch bewiesen, Herr Ammer.
Fragen´s einen betroffenen Wiener, er wird´s Ihnen bestätigen.
Stromkabel liegen üblicherweise mindestens einen halben Meter unter der Erde - da braucht es schon eine längere Hitzeperiode bis es zu einer merkbaren Erwärmung kommt (die 50cm-Bodentemperatur auf der Hohen Warte ist z.B. in den letzten 3 Wochen gerade mal um 4 Grad gestiegen).
Aber wenn dann noch eine größere Eigenerwärmung der Kabel dazu kommt, weil der Stromverbrauch steigt (Klimageräte und Kühlschränke, die gegen die höhere Außentemperatur arbeiten) dann kann es schon problematisch werden.
Die Antwort hängt also auch davon ab, wie der Energieversorger die Frage des Journalisten versteht (vermutlich anders als der es gemeint hat).
"Wir stellen fest, dass es wegen der Hitze zu verstärkter Erwärmung des Bodens und des Asphalts kommt."
Na bumm, potztausend aber auch, ein echter Blitzgneisser der Herr Brehmer. darauf wäre ich nie gekommen.
Und das gleich beim ersten Sommer in Österreich.
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