Mäuse als Erbeben-Detektoren

25. Juni 2003, 18:02
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Verhaltensänderungen bei elektromagnetischen Wellen, wie sie kurz vor großen Beben auftreten

Tokio - Mäuse spüren japanischen Studien zufolge schwere Erdbeben im voraus. Die kleinen Nager reagierten mit Verhaltensänderungen auf elektromagnetische Wellen, wie sie kurz vor großen Beben auftreten, sagte der Wissenschafter Takeshi Yagi von der Universität Osaka am Mittwoch.

Seine Forschungsgruppe setzte die Tiere schwachen elektromagnetischen Feldern aus, die Menschen nicht spüren. Die Mäuse seien daraufhin unruhig herumgerannt, hätten sich die Schnauze gekratzt und ihren Kopf in das im Käfig verstreute Sägemehl gesteckt, beschrieb Yagi die Verhaltensauffälligkeiten. Nach einer ersten Hypothese werde "die innere Uhr der Mäuse" gestört. Weitere Experimente sollten dies untermauern.

Vor acht Jahren am Vortag des schweren Erdbebens von Kobe hätten die Forscher solche "ungewöhnlichen Bewegungen" von Mäusen erstmals im Labor beobachtet, sagte Yagi. Bei dem Beben am 17. Jänner 1995 mit einer Stärke von 7,3 auf der Richterskala waren in der westlich von Osaka gelegenen Stadt mehr als 6.400 Menschen getötet und etwa 43.700 verletzt worden. (APA)

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