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Reger Andrang bei der Eröffnung der Kinderuni.

Heinz Fischer erklärt, was ein Bundespräsident den ganzen Tag macht.

Die Kinder zeigten sich überaus wissbegierig.
Heinz Fischer eröffnet die Kinderuni in Wien.
"Wie viel verdienst du eigentlich?" - "Warum trägst du keine Krone?" - "Zahlst du auch Steuern?" Diesen Fragen musste sich Bundespräsident Heinz Fischer stellen, als er Montagvormittag im Wiener Alten AKH die Kinderuni eröffnete. Sie feiert heuer ihr zehnjähriges Jubiläum und soll Kindern im Alter von sieben bis zwölf Jahren die Wissenschaft näherbringen. Das Motto: "Hier darf Neugier wachsen." Der Ansturm ist riesig, bereits seit längerem sind die meisten Lehrveranstaltungen ausgebucht. Für Restplätze kann man sich aber an den Infopoints der Kinderuni weiterhin anmelden.
Noch bis 21. Juli können die mehr als 4.000 angemeldeten Schüler am Unicampus sowie an der Universität für Bodenkultur, der Technischen Universität, der Medizinuni und der Universität für Veterinärmedizin Hochschulluft schnuppern. Unter den 475 angebotenen Lehrveranstaltungen - übrigens allesamt kostenlos - finden sich etwa "Warum stinken manche Blumen wie Mist?", "Was hat ein Gummibärchen mit dem Düsentrieb einer Rakete gemeinsam?" und eben "Was macht ein Bundespräsident den ganzen Tag?".
Auch der Bundespräsident hat Freizeit
Nach einem Eröffnungsfilm, der Fischer bei Auslandsreisen, Staatsempfängen in der Hofburg und dem Bergwandern zeigt, erklärt er, dass seine Telefonrechnung wahrscheinlich ziemlich hoch sei und ihn große japanische Touristengruppen mit ihren Kameras mitunter in größere Bedrängnis bringen als aufdringliche Pressefotografen. Auch gibt er zu, kein großer Computerspezialist zu sein und dass der Job als Bundespräsident "manchmal schon ziemlich schwer" sei. Überrascht sind die Kinder, dass Fischer überhaupt Freizeit hat, die er am liebsten bei Konzerten oder im Theater verbringt.
Gefragt nach seinen Fremdsprachen-Kenntnissen, sagt Fischer: "Leider zu wenige." Er habe zwar Latein und Griechisch gelernt, spreche aber heute neben Deutsch und Englisch "nur ein bisschen Französisch". Er gibt die Frage zurück an die gut 300 Schüler im Publikum und lobt ein Mädchen, das angibt, fünf Sprachen zu beherrschen: "Bravo, bravissimo, grazie!" Die Kinder sind neugierig und wissen schon eine Menge: Sie können Österreichs Außenminister, den amerikanischen Präsidenten und sogar den UNO-Generalsekretär nennen. Erst beim chinesischen Präsidenten kommen sie ins Straucheln. Ein Bub aus den ersten Reihen springt auf und ruft: "Mao Zedong?" Fischer: "Nein, das ist schon länger her."
"Pornos sind so unecht wie Mickey Maus"
Ein ganz anderes Thema als die Aufgaben des Bundespräsidenten steht etwas später in einem Workshop an der Medizinuni auf dem Programm: "Ist Küssen gesund?" Das Küssen und dessen Bedeutung für die Gesundheit stehen aber eher im Hintergrund, erklärt Workshop-Leiterin Bettina Weidinger, denn: "Es geht auch ein bisschen um Sex." - "Ui, das ist aber schön", freut sich einer der Buben.
Zuerst schreiben die 26 Schüler alle Begriffe auf, die ihnen zu Sexualität einfallen, darunter "Homo", "fikken", "Femidom" und "Vögel im Bauch". Danach wird im Sitzkreis nach Erklärungen gesucht. Vieles wissen die Kinder bereits, aber immer wieder, etwa bei "Transvestit", muss Weidinger aushelfen. Sie hält auch fest, dass Pornos entgegen dem Glauben der Burschen nicht der Wirklichkeit entsprechen: "Die sind wie so unecht wie Mickey-Maus-Filme, nur mit einer anderen Handlung."
Sogar eine Schwangerschaft wird simuliert, mittels ausgebreitetem rotem Tuch am Boden (Gebärmutter), auf dem ein Tischtennisball (Eizelle) und ein Stoffsäckchen (Samenzellen) zusammenfinden. "Aufgeklärt, wie Babys entstehen, werden fast alle Kinder zwar schon im Kindergarten, vieles aber wird schnell wieder vergessen. Deshalb ist es wichtig, den Schülern das Thema Sexualität noch mal zu erklären, wenn es für sie aktuell wird", sagt Workshop-Leiterin Weidinger.
Der Bedarf und das Interesse sind auf jeden Fall da: Die elfjährige Amisha etwa hat in den eineinhalb Stunden viel Neues gelernt und fand gut, dass das Thema hier auf lustige und lebendige Weise behandelt wurde. Einziger Wermutstropfen: "Leider hat heuer die Mama meine Kurse ausgesucht, nächstes Jahr mache ich es dann selber." (Florian Bayer/Sarah Dyduch, derStandard.at, 9.7.2012)
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ist es, sollte es aber nicht. ich bin zwar für verschieden hohe Löhne, aber das ganze muß eingegrenzt werden. und bildung sollte vorrangig vor geld sein, dieser ganze geiz ist geil wahn, geld, plasmafernseher, luxusauto, villa, pool, bla, führt nirgendwo hin.
"Die Kinder sind neugierig und wissen schon eine Menge: Sie können Österreichs Außenminister, den amerikanischen Präsidenten und sogar den UNO-Generalsekretär nennen."
Wow. Begeisterung. Ich bin 14, und für mich gehört es zur Allgemeinbildung die Politiker des eigenen Landes zu kennen. Ob Clubchef, Parteiobmann, Minister, Nationalratspräsidenten, Landeshauptleute usw... (Auch Parteien und ihre Wirtschaft und Gesellschaftspolitische Position)
Genauso wie die wichtigsten Posten in den USA (Präsident, Vizepräsident, Außenminister(in))
Ich weiß nicht wie alt die Kinder bei der Kinderuni sind, sagen wir 10. Dieses Ausmaß an politischer Bildung wie oben erklärt sollte normaler Zustand sein.
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