"CopStories" mit holländischen Wurzeln - Serie für ORF adaptiert

9. Juli 2012, 15:04
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Neue ORF-eins-Serie lief als "Van Speijk" auf Talpa

Bei "CopStories", jener ambitionierten und authentischen Polizei-Serie, die derzeit für den ORF in Wien gedreht wird, schmückt sich der öffentlich-rechtliche Sender mit fremden Federn: Das "CopStories"-Original heißt "Van Speijk" und war in den Jahren 2006 und 2007 auf dem holländischen Sender Talpa zu sehen. Obwohl die Serie mit durchschnittlich 900.000 Zuschauern durchaus beliebt war, wurde "Van Speijk" nach zwei Staffeln mit je 13 Folgen eingestellt, nachdem Talpa in dem neuen Kanal RTL 8 aufging.

"CopStories" ist die österreichische Adaption des holländischen Originals, die voraussichtlich ab 2013 auf ORF eins zu sehen sein soll. "Wir haben uns die Rechte an der holländischen Erfolgsserie gesichert und können die Drehbücher für uns adaptieren", bestätigte der ORF auf APA-Anfrage.

Namen großteils beibehalten

Die Abweichungen zwischen der ORF- und der Talpa-Version sind - zumindest auf den ersten Blick - nicht besonders groß. Dort, wo es die Sprache zuließ, wurden sogar die Namen der Charaktere beibehalten, wie etwa beim türkischen Kripo-Ermittler Altan Uslu, der auch in Holland Altan Uslu hieß. Aus Helga Kuiper wurde Helga Rauper, aus Sylvester Daals Sylvester Thaler und aus Tina Zonderland wurde Tina Zauner.

Original blieb bei Pressetermin unerwähnt

In den ORF-Presseunterlagen für einen Presse-Settermin in der vergangenen Woche fand sich auf das Original allerdings kein Hinweis. Als Drehbuchverantwortliche wurden Mike Majzen und Guntmar Lasnig aufgeführt, die eigentlichen Erfinder fanden keine Erwähnung. Grundsätzlich ist der Rechteeinkauf an ausländischen Formaten, die dann adaptiert werden, nicht unüblich - siehe etwa "Dancing Stars" oder "Die Große Chance". Eines der letzten Formate, das der ORF von John de Mols Sender Talpa abkupferte, war die Sitcom "Mitten im Achten". Das holländische Vorbild "Samen" scheiterte nach einem halben Jahr, "Mitten im Achten" wurde nach zweieinhalb Monaten von den Bildschirmen verbannt. (APA, 9.7.2012)

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