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Linz - Eine geplante Promillegrenze für Jugendliche sorgt derzeit in Oberösterreich für Diskussionen. Der zuständige LH-Stellvertreter Josef Ackerl (SPÖ) will den Alkoholkonsum für 16- bis 18-Jährige mit 0,5 Promille begrenzen. Für die Kontrolle wären Bezirksverwaltungsbehörden und Polizei zuständig. Eine entsprechende Novelle des Jugendschutzgesetzes wird derzeit im Landtagsausschuss diskutiert. Wirtschaftskammer und Junge ÖVP befürchten eine Kriminalisierung der Jugendlichen.
Praxisfern
Die Gastronomie hält den Gesetzesvorschlag für praxisfern: Es sei schwierig bis unmöglich festzustellen, ob 0,5 Promille erreicht sind. Aus Ackerls Büro hieß es dazu gegenüber der APA, dass sich für die Wirte nicht viel ändern werde. Sie dürften auch derzeit keinen Alkohol an Jugendliche ausschenken, die bereits vorgeglüht haben. Allerdings gebe es nun zur Konkretisierung der bestehenden Regelung eine in Zahlen angegebene Grenze. Messungen seien zudem nur bei begründetem Verdacht vorgesehen.
Die Gastronomen fürchten dennoch, den Schwarzen Peter zugeschoben zu bekommen: "Eine Vorverurteilung der Wirte ist schon erfolgt und wird gebetsmühlenartig in der Öffentlichkeit wiederholt", erklärte Fachgruppenobfrau Eva Maier in einer Presseaussendung. Dabei sehe die Realität anders aus: "In den letzten Wochen wurden gravierende Überschreitungen immer nur im Zusammenhang mit Festivitäten von Jugendvereinen festgestellt", argumentierte Peter Frömmel, Geschäftsführer der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft.
Auch Junge ÖVP gegen Vorschlag
Nicht glücklich mit dem Gesetzesänderungsvorschlag ist auch die Junge ÖVP: "Erfahrungen mit Alkohol gehören in unserer Gesellschaft gewissermaßen zum Erwachsenwerden dazu und werden von Älteren vorgelebt. Zweifelsohne lernt jeder aus diesen Erfahrungen, die einem auch klar die Grenzen aufzeigen", hieß es in einer Presseaussendung. "Jugendliche dürfen mit 16 wählen, mit 17 Jahren ein Kraftfahrzeug lenken, aber eigenständig über Alkoholkonsum zu bestimmen wird ihnen nicht zugetraut", sagte JVP-Landesobfrau Helena Kirchmayr. (APA, 9.7.2012)
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Hier geht es darum, dass Menschen mit 16 wählen (und rauchen) und mir 17 autofahren, aber erst mit 18 richtig alkohol trinken dürfen.
Der Gesetzgeber sollte sich entscheiden, ab wann er einen Bürger für mündig hält und sich nicht selbst widersprechen. Unmündige Autofahrer und Wähler können weit mehr Schaden anrichten als unmündige Komatrinker, die gefährden sich wenigstens nur selbst.
Mal abgesehen davon lassen sich die 0,5 Promille unmöglich überwachen. Nicht im Gastgarten, und schon gar nicht im eigenen Garten. Also wozu eine Regel, die niemals eingehalten werden wird?
"'Jugendliche dürfen mit 16 wählen, mit 17 Jahren ein Kraftfahrzeug lenken, aber eigenständig über Haschischkonsum zu bestimmen wird ihnen nicht zugetraut', sagte JVP-Landesobfrau Helena Kirchmayr."
In obiges Zitat aus dem Artikel hat sich ein Fehler eingeschlichen. Wer findet ihn?
willkommen im neuem biedermeier, und es finden sich immer wieder verbotsfanatiker die das auch noch beführworten (siehe dieses forum). anscheinend selbst kein leben , und deshalb anderen den spaß verbieten, ihr kotz mich richtig an ! Ps: ich bin übrigens 42 jahre alt und somit kein jungendlicher den es betrifft
Wenn das bestehende Gesetz nicht kontrolliert wird, ist die beste Lösung ein schärferes Gesetz?
Man braucht nur in irgendein Lokal zu gehen, die meisten Wirte scheren sich einen Dreck um das Alter - da werden 16-jährige mit Wodka versorgt, aber wo niemand kontrolliert, passiert auch nichts.
Ich glaube eine 1,0 Promille Grenze wäre schon ein gewaltiger Fortschritt.
0,75 Promille wäre wohl realitätsnah.
Nur gleichzeitig muss man sich auch Gedanken machen der Jugend alkoholfreie Freizeitbeschäftigungen zu schaffen. Sehr beliebt in der Schweiz: die Pfadfinder.
Also ich bin gerade im Urlaub, sitze im Strandcafe bei einem Bier und WLAN. Lt. ihrém Vorschlag müsste ich jetzt für die 200m zum Hotel ein Taxi nehmen, denn so 0,2 - 0,3 Promille habe ich sicher.
Auf was hinauf eigentlich? Meine Frau, die Kopfweh hat und ein Medikament genommen hat ist sicher weniger verkehrstauglich. Oder wollen sie der auch das Bewegen in der Öffentlichkeit verbieten? Und auch meinem Sohn, der wegen der vergangenen Nacht noch nicht vernünftig aus den Augen schauen kann?
PS: Wer weiß wie der Taxler drauf ist?
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