Digitale Bibel für Hotelgäste

10. Juli 2012, 09:23

Ein Hotel in Newcastle hat die gedruckte Bibel aus den Hotelzimmern verbannt und stattdessen Kindles in die Schubladen gelegt

Auch an der Heiligen Schrift ist der Fortschritt nicht spurlos vorübergegangen. Was in den Nachtkästchen vieler Hotels oft unbeachtet sein Dasein fristet, wird in einem Hotel in Newcastle in Zukunft eventuell mehr Interesse wecken: die Bibel.

Im Hotel Indigo wurden die gedruckten Bücher in 148 Zimmern durch Kindles, die E-Reader von Amazon, ersetzt. Auf den Geräten können Gäste die Evangelien von Matthäus, Markus und Lukas lesen oder aber auch andere religiöse Texte und Bücher herunterladen, solange die Kosten 6,30 Euro nicht überschreiten. Auch Inhalte ohne religiösen Hintergrund können geladen werden, allerdings werden diese den Gästen verrechnet. Die E-Reader werden auf problematische Inhalte überprüft, ehe sie an die nächsten Gäste weitergegeben werden.

Der Sorge, dass die Kindles gestohlen werden, begegnet man damit, dass bei Verlust eines Geräts rund 112 Euro zu bezahlen sind. Nach einem Probelauf in dem Hotel in Newcastle will man entscheiden, ob die neue Technologie auch in den anderen Häusern der Kette Einzug halten soll.

Hotelmanager Adam Munday ließ sich von der langen Literaturtradition Newcastles inspirieren. Bücher haben seit eh und je eine wichtige Bedeutung für die Stadt. In der Bibliothek für Literatur und Philosophie werden rund 150.000 Bücher aufbewahrt, es gibt ein Museum für Kinderbücher und es finden regelmäßig Dichterlesungen statt. Munday will mit den Kindles die moderne Technik in der Literatur in sein Haus holen. (red, derStandard.at, 9.7.2012)

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6 Postings
"Der Sorge, dass die Kindles gestohlen werden..."

sicher nicht, wer schaut als hotelgast nach der bibel, eher nach der minibar oder fernbedienung :-)

Hotelmanager Adam Munday ließ sich von der langen Literaturtradition Newcastles inspirieren. Bücher haben seit eh und je eine wichtige Bedeutung für die Stadt.

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Drum kriegen die Gäste gerade einmal die Bibel und noch eine Handvoll anderer religöser Schmierfetzen auf ihr Gerät??

Wieso darf dieses brutale und pornografische Buch einfach so verteilt werden?

ist die obligate TelefonNummer auf der letzten Seite dann eine porn.com Werbung, die an amazon.com zu zahlen ist? :)

oder ist sie handgeschrieben auf der Rückseite des Geräts zu finden?

wie verrechnet man "nichtreligiöse Texte" ohne Kontrolle, was der Gast da so liest ?

indem das Wort "Amen" nicht vorkommt, und man dann eben zahlt?

Oder indem nur Downloads von www.gott.com gratis sind?

wow, wie innovativ!

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