Apple erlegt sich in den USA selbst Beschaffungsverbot auf

9. Juli 2012, 09:46
  • Das neue MacBook Pro mit Retina-Display: Schlank, leicht, aber schwer zu recyceln.
    foto: dapd/sakuma

    Das neue MacBook Pro mit Retina-Display: Schlank, leicht, aber schwer zu recyceln.

Rückzug aus EPEAT - US-Behörden müssen Umweltsiegel berücksichtigen

Apple hat sich freiwillig aus dem Umweltsiegelprogramm Electronic Product Environmental Assessment Tool (EPEAT) zurückgezogen. In den USA dürfen Bundesbehörden allerdings nur Computer beschaffen, die dieses Siegel tragen. Der Konzern hat sich damit selbst ein Beschaffungsverbot auferlegt, berichtet iFixit.

Auszeichnung seit 2007

Bei EPEAT werden Rechner nach verschiedenen Kategorien wie dem Einsatz umweltschädlicher Materialien oder der Recyclingfähigkeit beurteilt. Seit 2007 sind Apple-Computer und Peripheriegeräte mit dem EPEAT-Goldzertifikat ausgezeichnet, was der Konzern bislang auch stark beworben hat. iPhone und iPad entsprechen hingegen nicht den Kriterien des Siegels.

MacBook Pro entspricht Kriterien nicht

Der Ausstieg aus dem Programm kommt zeitgleich mit der Einführung des neuen MacBook Pro mit Retina-Display. iFixit hatte das Modell schon zuvor als quasi "unreparierbar" kritisiert (der WebStandard berichtete). Problematisch ist dabei nicht nur die Tatsache, dass sich Komponenten bei Ausfall nur schwer tauschen lassen, auch beim Recycling wird es schwierig.

Probleme bei Akku-Entfernung

So müssen beim Recyling umweltschädliche und gefährliche Materialien entfernt werden, bevor die Gehäuse geshreddert werden. Der Akku muss aus Feuerschutzgründen entfernt werden, was sich mit handelsüblichem Werkzeug bewerkstelligen lassen muss. Genau das sei beim MacBook Pro aber nicht möglich. Um den Akku zu entfernen, seien Spezial-Werkzeuge notwendig, Apple verlangt für den Tausch daher auch saftige 199 Euro.

Design vor Recyclingfähigkeit

Dass US-Behörden nun keine Apple-Rechner mehr kaufen dürfen, ist dabei das kleinere Übel. Recycling-Firmen müssen in der Lage sein, Geräte adäquat auseinanderzunehmen. Wenn Hersteller zugunsten von Formfaktoren Komponenten wie den Akku fix im Gehäuse verkleben, wird das Recycling komplizierter und teurer. (red, derStandard.at, 9.7.2012)

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die macs erfüllen auch weiterhin die höchsten anforderungen an die energieeffizienz (energystar), apple selbst bietet ein recyclingsystem an und bis auf ein einziges berät werden alle im epeat gut bewertet.

und nachdem manche meinen, die macs seien ohnehin nur ein nischenprodukt, ja dann versteh ich die ganze aufregung im hühnerstall umso weniger.

Ich würde die Hersteller zwingen das Zeug zu recyclen das sie herstellen.

Apple bietet einen Entsorgungsdienst an:

http://www.apple.com/at/recycling/
(gratis) zurückschicken, und vielleicht gibt's sogar noch Geld dafür.

Raum für Interprätation:

...

Für mich als Profi ist die Option MBP gestorben

Ich hatte kürzlich Hitzprobleme mit meinem Dell Precision Laptop. Binnen 20h war ein Techniker da, hat das gesamte Ding außeinandergenommen, Kühler getauscht, sicherheitshalber auch gleich noch das Mainboard, Problem beseitigt, ich kann weiterarbeiten.

Sowas ist mit dem neuen MacBookPro endgültig undenkbar. So sehr das Ding als Profiwerkzeug beworben wird ist Reparierbarkeit und schneller Support für mich bei einem Arbeitsgerät einfach das Entscheidende. Und das ist bei Apple scheinbar einfach nicht mehr gegeben

Nicht pro-tauglich?

Schon mal was vom Apple Care Protection Plan gehört?
Wenn ich mir ein Notebook um 3500 Euro kaufe, dann wird es mir die ca 300 Euro Supporterweiterung schon wert sein.
Nicht 1, sondern 3 Jahre Service! War ja bisher beim Ipad auch nicht anders, du bekommst einfach direkt ein neues Gerät
in die Hand gedrückt, das alte geht zurück an Apple. Alles mit DPD/DHL...

Ich versteh den roten Strich nicht...ist ja so. Wenn das Teil im falschen Moment eingeht und man darf es erstmal mindestens eine Woche einschicken, ist sehr uncool verglichen mit "morgen steht der Techniker bei mir und repariert es"

eine schande, wenn man sich jetzt noch ein produkt von dieser firma kauft!

solche menschen sind umweltsünder!!

und es geht nicht darum wer mehr auf der umwelt herum hackt, sondern wie man es vermeiden kann.

boykott!! auf jeden fall

Jawoll! Und Freibier für alle!

Freebird für alle? :-)

Ja, noch besser! :-)

Nicht vergessen:

Bedingungsloses Grundeinkommen!

Ja und überhaupt und sowieso! :-)

ich mag apple produkte…

…aber beim neuen macbook pro wird meiner meinung nach ein zu hoher preis für die erzielte wirkung (verkleinerung) bezahlt.

Tim Cook hat zum neuen MBP gesagt, es sei der schönste computer den apple je gebaut hat. mag sein, dass er das ist, aber es ist vielleicht eines der schlechtesten designs das apple je gemacht hat, denn design beinhaltet immer auch funktionalität und nachhaltigkeit. Ein Computer wo alles verklebt ist, der sich nicht gescheit recyceln lässt ist kein gutes design.

...erzielte Wirkung (kunden das geld aus der tasche ziehen) bezahlt...

Gut für den Umsatz, schlecht für die Umwelt, und letztendlich schlecht für den Konsumenten und sein Geldbörserl.
Nicht austauschbare Komponenten, allen voran der Akku, sind für mich ein klarer Grund das Produkt gar nicht in die nähere Auswahl zu nehmen. Ein Notebook sollte mindestens 6 Jahre halten, solange hält Apples Akku kaum durch.
Dafür brauch ich auch kein Siegel um so weit zu denken :)

Naja.

Kein Notebook ist heutzutage sinnvoll sechs Jahre ohne Probleme verwendbar. Dazu haben die Geräte nach der langen Zeit einfach zuwenig Leistung...
Jaja, ich weiß, ein iBook ist noch immer ganz okay, aber halt auch nicht mehr. Man merkt dann doch, dass das Gerät schon ein bisschen älter ist...

Also 6 Jahre sollt man schon auskommen mit einem Leistungsstandard. Man kann dann ja auch ein wenig mehr Geld in die Hand nehmen. Habens in Afrika ein paar Notebooks weniger rumliegen.

Ich nicht...

Aber das liegt halt nur daran, dass man einem sechs Jahre alten Notebook (egal ob Windows oder Mac) halt diese Jährchen ansieht. Sei es bei den Anschlüssen (ich sage nur USB3), beim Display (vor sechs Jahren war eine gröbere Auflösung als heute Standard), bei den Ersatzteilen (DDR2 RAM ist heute teilweise schon teurer als DDR3 RAM)...

Ich finde, ein Notebook ist vom Umweltgedanken her sowieso ein Wahnsinn. Das was man mit jedem Notebook an Energie wegschmeißt, kann man durch den kleineren Energiebedarf nie wieder reinholen.
Meine guten LCDs zuhause haben schon mehrere Computer überlebt und auch das Gehäuse werde ich beim nächsten Tausch mitnehmen, genauso wie einige andere Teile, die nicht erneuert werden. Beim Notebook völlig unmöglich..

Mein letztes Notebook wurde 4 Jahre alt und das war ein Standard-HP aus einem Sonderangebot vom Saturn...
Mein jetziges Notebook habe ich seit 2,5 Jahren.

6 Jahre ist wirklich zu schaffen... wenn man beim Kauf nachdenkt und nicht das billigste, sowie keinen Apple, kauft.
Ich kann bei meinem Clevo genausoviel wechseln wie andere bei einem Stand-PC, sogar ein Motherboard mit USB3.0 könnt ich nachrüsten ^^, Prozessor sowieso. Aber das ist ein Extrembeispiel, weils auch sauteuer war.
Man solls nicht glauben, aber auch mein Smartphone wurde über 3 Jahre alt :D

....ein bisschen Immunität gegenüber...
- (vor 4 Jahren) "boa, so ein extrem spiegelndes Laptopdisplay sieht aber geil aus!!111"
- (vor 1 Jahr) "Siri ist die Zukunft!!"
...reicht

mein mbp ist im 5jahr. und das spielt noch immer alle stückeln.

Jaja...

Das Macbook meiner Kollegen ist auch schon ein paar Jährchen alt, aber genauso gut funktioniert mein "altes" Notebook mit Ubuntu für meine Mutter.

vom Recycling Gedanken her ist ein Notebook sowieso völliger Unsinn, egal, ob man es jetzt alle 2 oder alle 6 Jahre neu kauft...

Somit ist jeder Apple-Verwender straffällig:

Beihilfe zur grob fahrlässigen Körperverletzung durch vorsätzliche umweltschädigende Produktionstechnologie -> Verbrecher!

Zuviel Morgenkaffee oder das Beruhigungstabletterl vergessen?

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