Klagen wegen Verzögerungen bei Blackberry 10 möglich

RIM-Investoren könnten Unternehmen wegen bewusster Irreführung klagen

Am Dienstag findet bei RIM das jährliche Treffen der Investoren statt, wo Thorsten Heins offiziell die neuerliche Verzögerung des Blackberry 10 bekanntgeben wird. Wie die "Times of India" und andere Medien berichten, ist die RIM-Aktie seit 2008 um 95 Prozent gefallen. 

Bewusste Irreführung

Klagen von RIM-Teilhabern könnten aufgrund der erneuten Verzögerungen eingebracht werden. Grund dafür ist vor allem die unrealistisch optimistische Haltung von CEO Heins. Vergangene Woche sagte er laut "Times of India" in einem Radio-Interview eines kanadischen Senders RIM sonnige Zeiten voraus. "Es ist nichts verkehrt mit dem Unternehmen, wie es jetzt ist", sagte Heins gegenüber dem Radiosender. Investoren sehen in dieser Aussage einen Grund für eine Klage. Mit dem Wissen um die Verzögerungen des Blackberry 10 seien solche Aussagen bewusste Irreführung. 

Konkurrenz schläft nicht

Im Mai diesen Jahres präsentierte Heins einen Prototyp des Blackberry 10 und versprach, dass das Gerät mit Ende des Jahres auf dem Markt sein werde. Laut Heins ist allerdings der Aufwand für die Software, die alle Blackberry-10-Komponenten integrieren muss, größer als zunächst gedacht. Durch die Verschiebung des Veröffentlichungstermins wird ein Wettbewerb mit den neuesten Telefonen der Konkurrenz eher schwierig.

Unklar ist, ob sich Anwälte der Herausforderung einer solchen Klage annehmen werden, da es nicht sicher ist, ob RIM bei einem Urteil überhaupt zahlungsfähig sein wird. (iw, derStandard.at, 9.7.2012)

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