Schärfere Regeln nach Liborskandal

EU-Regierungen und -Parlament müssten Änderungen an den Regeln billigen, was bis zu einem Jahr dauern könnte

London - Als Konsequenz aus den Libor-Zinsmanipulationen will EU-Kommissar Michel Barnier einem Zeitungsbericht zufolge die Marktmissbrauchsregeln in der Gemeinschaft verschärfen. Barnier wolle die Vorgaben so ändern, dass eventuelle Schlupflöcher geschlossen und Manipulationen von Referenzzinssätzen wie dem Libor oder dem Euribor unter Strafe gestellt würden, meldete die britische Wirtschaftszeitung "Financial Times" am Montag. Bei den Manipulationen handle sich nach Barniers Auffassung um einen Betrug, der unter Umständen Auswirkungen auf das ganze System habe. Änderungen an den Regeln müssten allerdings von den EU-Regierungen und dem EU-Parlament gebilligt werden, was bis zu einem Jahr dauern könnte.

Derzeit wird die internationale Bankenbranche von dem Skandal erschüttert. Mehreren Instituten wird vorgeworfen, von 2005 bis 2009 den Libor mit falschen Angaben manipuliert zu haben, um ihre wahren Refinanzierungskosten zu verschleiern und Handelsgewinne einzustreichen. Der Libor wird einmal täglich in London ermittelt und zeigt an, zu welchen Konditionen sich Banken untereinander Geld leihen. Er basiert auf Angaben der Großbanken und dient als Referenz für Kredite an Unternehmen, Privatpersonen und weitere Finanztransaktionen in einem Volumen von vielen Billionen Dollar.

Mit Spannung wird am späten Montagnachmittag der Auftritt des britischen Notenbankers Paul Tucker vor einem Parlamentsausschuss in London erwartet. Die Abgeordneten wollen die Affäre aufklären, in deren Zentrum bisher die britische Bank Barclays steht. (APA/Reuters, 9.7.2012)

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11 Postings
Basel VI oder IFRS XXI

Werden" s schon richten.

Unser System

"Die sieben sozialen Sünden:
Politik ohne Prinzipien, Reichtum ohne Arbeit, Handel ohne Moral, Erziehung ohne Charakter, Vergnügen ohne Gewissen, Wissenschaft ohne Menschlichkeit, Anbetung ohne Opferbereitschaft."
( Mahatma Gandhi )

Eine Bank ist Freibrief für jeden erdenklichen Betrug

Die Banken haben hier bis dato einen Freibrief für jeden erdenklichen Betrug den man sich vorstellen kann.

Frei nach dem Motto:
Ein Überfall ist nichts im Vergleich zu einer Gründung einer Bank.

Vorsätzlicher Betrug!

wie üblich keine Ahndung, weil bisher kein Gesetz

Welcher dilettantismus !!!!!
Welche Trotteln sitzen hier in Brüssel?

Banken die so was tun müssten sofort geschlossen werden.
- Bankeneigentum eingezogen
- Kundeneigentum auf andere Banken übertragen.

Jeder Private würde sofort eingesperrt werden.

Irre ich mich oder lese ich da gerade, dass die Banken,
die

1) maßgeblich die Spekulationskrise 2008 herbeigeführt haben und

2) danach das Wort <Pigs> zur Ablenkung erfunden haben,

gerade des systematischen, jahrelangen Großbetrugs überführt worden sind ? Warum schliessen wir nicht einfach UK aus, dann sparen die sich die Abstimmung...

Was Banken müssen sich an Regeln halten? Seit wann?

strenge Regeln darfs doch nur für Bürger geben oder?

...was bis zu einem Jahr dauern könnte

Wohingegen jeder Gerichtsbarkeit entzogene Fonds in bald Billionenhöhe binnen kürzester Zeit eingerichtet werden können.

...sich Banken untereinander Geld leihen

Witz komm heraus, du bist umzingelt. Banken leihen sich doch schon lange kein Geld mehr. Schon gar nicht zu den angegebenen historisch tiefen Zinssätzen.

LIBOR und EURIBOR sind schon lange manipuliert und haben mit Realität nichts mehr am Hut.

NEIN. die Bewegungen kurz vor und kurz nach den Zinsterminen sind genauso zufaellig wie die bei den tankstellen. EHRLICH.

und Manipulationen von Referenzzinssätzen wie dem Libor oder dem Euribor unter Strafe gestellt würden

Ach, das war bislang straffrei..?

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