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Berlin- Durch eine Software-Panne sind beim deutschen Bundeskriminalamt (BKA) und bei der deutschen Bundespolizei über Monate Beweismittel in Ermittlungsverfahren gelöscht worden. Betroffen sind Daten aus der sogenannten Telekommunikationsüberwachung (TKÜ), wie sie in Ermittlungen gegen Schwerkriminelle und Terroristen gesammelt werden. Das BKA bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Bild am Sonntag". Gelöscht wurden nach Angaben der Zeitung Daten von abgehörten Telefongesprächen, mitgelesenen E-Mails, Kurzmitteilungen (SMS) und Telefaxen sowie der Lokalisierung von Mobiltelefonen (Funkzellenabfrage).
Das BKA erklärte, es seien zwar Daten, aber keine Informationen verloren gegangen, weil die Überwachungsdaten vor der versehentlichen Löschung bereits ausgewertet und "aktenkundig gemacht worden" seien. Vor Gericht stünden die Auswertungsbeamten als Zeugen zur Verfügung. Es seien jeweils auch nur einzelne "Mosaiksteinchen" betroffen und keine kompletten Ermittlungsunterlagen gelöscht worden, hieß es.
NSU-Ermittlungen nicht betroffen
Die Behörde legte Wert auf die Feststellung, dass die Panne nicht die Ermittlungen gegen Mitglieder und Unterstützer des rechtsextremistischen Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) betreffe.
Nach Angaben eines beauftragten Wartungsunternehmens habe der Softwarefehler dazu geführt, dass vom 14. Dezember 2011 bis zum 10. Februar 2012 am BKA-Standort Wiesbaden Daten aus TKÜ-Maßnahmen des BKA und der Bundespolizei automatisiert gelöscht wurden. Eigentlich hätten diese jeweils ältesten Datensätze jedoch aus einem Onlinespeicher in ein Langzeitarchiv ausgelagert werden sollen.
Das Bundespolizeipräsidium stellte für Montag eine ausführlichere Stellungnahme in Aussicht. "Das müssen wir ordentlich prüfen", sagte der Sprecher des Bundespolizeipräsidiums in Potsdam, Gero von Vegesack. (APA, 9.7.2012)
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Merkwürdig ist diese öffentliche Stellungnahme schon, denn "Irrtümlich" kann man so einfach gar nichts löschen. Natürlich kann mal ein Fehler passsieren, aber gelöschte Daten sind nicht so einfach löschbar. Ein DEL Befehl kann jederzeit mit ein wenig Aufwand rückgängig gemacht werden.
Die Speicher müssten schon physisch vernichtet oder bewusst mehrfach überschrieben worden sein um sie tatsächlich unbrauchbar zu machen und diese Daten dann nicht wieder herstellbar sind. Also "versehentlich" kann so etwas keinesfalls geschehen ohne dass man gelöschte Daten dann einfachst wiederherstellen könnte. Das war dann schon bewusst und absichtlich und ordentlich gelöscht.
Auslagerung in den Langzeitspeicher, danach wird der Speicherplatz ueberschrieben, vielleicht auch wegen datenschutz wirklich mit dummybits geloescht. Na dann stellen sie das wieder her. ist digital, nix mit Zettel hochheben und schaun was drunter ist, kommt mir vor wie nach der Vernichtung meines Besitzes, "nichts ist verloren, alles kommt zurueck." Na dann her mit meinem Eigentum
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Und das ist auch das was die Vereinsleitungen immer am dringendsten wissen will: "haben wir eh ein gutes Backup"?
Aber die Polizei sichert ermittlungsrelevante Daten nicht?
Alleine schon die Möglichkeit, dass solche Daten verloren gehen können, stinkt nach systematischer Korruption.
ueberall dort wo die deutschen Behoerden Mist bauen, und das passiert in allen Bereichen, oder sich Verstrickungen mit OK und dergleichen herstellen lassen koennten, verschwinden Informationen. Die Verantwortlichen werden dann in einen ueppigen Vorruhestand geschickt.
wer schoneinmal einen Polizeibeamten schon einmal dabei zugeschaut hat, wie er dilletantisch, mit kreisenden Zeigefinger, seine Berichte auf einer Schreibmaschine geschrieben hat (als es noch Schreibmaschinen im Dienstgebrauch gab), braucht sich über mangelndes Technikverständnis bei Einführung von Computersystemen schon gar nicht mehr zu wundern.
Der Standard schreibts im vorletzten Absatz indirekt ohnehin: Statt Archivieren und dann Löschen haben sie blöderweise gleich gelöscht. Wahrscheinlich war kein Band eingelegt oder so und die Software hat den Fehlercode nicht ausgewertet.
Wie sagt man so schön: Hardware kann kaputt werden, Software ist schon kaputt...
Verwunderlich nur, daß kein Backup existiert, das ist die eigentliche Schlampigkeit.
sie das nich dem journaldienst aufbrummen wollen,
die muellabfuhr das erledigen soll,
sie zuerst ein paar bier drueber trinken wollen,
pizzaservice anrufen sollen,
reinigungsdienst die bits and bytes wegwischen lassen wollen,
die daten an den standard mailen sollten
punkti punkti punkti
Ja klar.. damit die Machenschaften nicht an die Öffentlichkeit kommen, daß Behörden und Politik eng mit rechtsextremen Netzwerken verknüpft sind!
Da haben viele sehr viel zu verbergen .. das wäre mal was für die deutsche Wikileaks ... würde sicher ein Erdbeben auslösen ... auch in Ö!
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