ESM-Chef soll mehr als Merkel verdienen

  • Wer den Rettungsschirm führen wird, ist noch nicht klar. Aber das Gehalt dürfte nicht zu wünschen übrig lassen.
    foto: apa/steffen

    Wer den Rettungsschirm führen wird, ist noch nicht klar. Aber das Gehalt dürfte nicht zu wünschen übrig lassen.

Wer den Posten bekommt, ist noch nicht fix, für die Gehälter sind allerdings hohe Beträge vorgesehen

Berlin - Der Chef des künftigen Euro-Rettungsfonds ESM soll nach Informationen der "Welt am Sonntag" mehr verdienen als Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Wie die Zeitung am Samstag vorab unter Berufung auf vertrauliche "Beschäftigungsbedingungen" berichtete, ist für den Geschäftsführenden Direktor des ESM ein Grundgehalt von 324.000 Euro brutto jährlich vorgesehen. Die Grundbezüge der Bundeskanzlerin betrügen rund 190.000 Euro, mit Aufwandentschädigung und Abgeordnetendiät komme sie auf weniger als 290.000 Euro, berichtete die Sonntagszeitung weiter.

Wer Direktor des ESM wird, ist noch offen. Als ein Kandidat wird der Deutsche Klaus Regling genannt, der den vorläufigen Rettungsschirm EFSF leitet. Für leitende Angestellte des ESM sind dem Bericht zufolge Gehälter zwischen 64.000 und 167.000 Euro vorgesehen. Ende des Jahres sollen beim ESM rund 75 Angestellte arbeiten.

Im Endstadium wird der Fonds über 700 Milliarden Euro verfügen. Als Begründung für die Gehälter wird laut "WamS" darauf verwiesen, dass Finanzprofis das Geld verwalten müssten. "Das Hauptziel der Vergütungspolitik des ESM besteht in der Einrichtung eines wettbewerbsfähigen Vergütungspakets", zitiert die Zeitung aus dem Entwurf zu den Beschäftigungsbedingungen, die noch vom ESM-Direktorium beschlossen werden müssen. (APA, 8.7.2012)

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