Die Genugtuung nach der Genussfahrt

8. Juli 2012, 18:03
  • Jakob Fuglsang genießt den Sieg bei der Österreich-Tour. Für die Tour de France war der Däne nicht nominiert worden.
    foto: ap

    Jakob Fuglsang genießt den Sieg bei der Österreich-Tour. Für die Tour de France war der Däne nicht nominiert worden.

Erster dänischer Gesamtsieger der Österreich-Rundfahrt - Rohregger als bester Österreicher Siebenter

Wien - Traditionell wird beim achten und letzten Teilstück der Österreich-Tour das Gelbe Trikot des Leaders nicht mehr attackiert. Also durfte Jakob Fuglsang, der am Samstag die Gesamtführung beim Einzelzeitfahren in Podersdorf als Zwölfter verteidigen konnte, die 122 km vom Neusiedler See nach Wien genießen.

Der 27-Jährige hatte sich auf der vierten Etappe den Titel des Glocknerkönigs erkraxelt und war nach dem Etappensieg in St. Johann / Alpendorf ins Gelbe Trikot geschlüpft. Dieses gab der Teamkollege des Innsbruckers Thomas Rohregger nicht mehr her, womit er sich zum ersten dänischen Gesamtsieger kürte. Noch nie hat ein Fahrer mit einem so großen Rückstand nach der Bergankunft auf dem Kitzbüheler Horn (1:41 Minuten) bei der Österreich-Rundfahrt triumphiert.

Eine Breitseite in Richtung seines Teamchefs bei RadioShack ließ sich Fuglsang nicht nehmen. "Ich habe mein hohes Niveau bestätigt und bewiesen, dass ich alles gebe, obwohl ich nicht für die Tour de France nominiert wurde", sagte er. Johan Bruyneel hatte Fuglsang nach teaminternen Querelen nicht nominiert, obwohl er zuvor schon die Luxemburg-Tour gewonnen hatte.

Fuglsang hatte sich zu Beginn seiner Karriere aufs Mountainbike konzentriert, 2009 sattelte der U23-Weltmeister von 2007 um. Dass Österreich diesbezüglich ein gutes Pflaster ist, um auch auf der Straße Mountainbike-Fähigkeiten auszuspielen, zeigten zuvor schon der Australier Cadel Evans (2001, 2004) und Vorjahressieger Fredrik Kessiakoff aus Schweden.

Rohregger Siebenter

Den Tagessieg vor dem Wiener Burgtheater sicherte sich Daniele Colli vom Team Type 1 im Massensprint. Damit haben die italienischen Profis sieben der acht Entscheidungen gewonnen. Als bester Österreicher klassierte sich Rohregger in der Gesamtwertung auf dem siebenten Platz. Beim Zeitfahren hatte der letzte heimische Toursieger von 2008 noch drei Plätze eingebüßt. "Mit meiner Leistung bin ich sehr zufrieden, mit der Platzierung nicht", sagte Rohregger. "Aber für unser Team war es eine schöne Woche." Der 22-jährige Steirer Georg Preidler vom Team Type 1-Sanofi Aventis sicherte sich das Bergtrikot. (krud, DER STANDARD, 9.7.2012) 

Ergebnisse der 64. Österreich-Radrundfahrt vom Sonntag:

8. und letzte Etappe, Podersdorf - Wien (122,8 km): 1. Daniele Colli (ITA) Team Type 1 Sanofi 2:29:54 Stunden (Schnitt: 49,15 km/h) - 2. Alexej Zatewitsch (RUS) Katjuscha - 3. Blaz Jarc (SLO) NetApp - 4. Danilo Napolitano (ITA) Acqua & Sapone - 5. Boy van Poppel (NED) UHC United Healthcare - 6. Danilo Wyss (SUI) BMC - 7. Marco Haller (AUT) Katjuscha - 8. Sacha Modolo (ITA) Colnago - 9. Guillaume van Keirsbulck (BEL) Omega Pharma Quick Step - 10. Jan Sokol (AUT) Wels Gourmetfein. Weiter: 12. Daniel Schorn (AUT) NetApp - 15. Christoph Sokol (AUT) Tirol Cycling - 19. Mario Schoibl (AUT) Tirol Cycling - 22. Martin Weiss (AUT) Tirol Cycling, alle gl. Zeit

Gesamtwertung: 1. Jakob Fuglsang (DEN) RadioShack 28:13:09 Std. - 2. Steve Morabito (SUI) BMC +1:24 Min. - 3. Robert Vrecer (SLO) Vorarlberg +1:52 - 4. Danilo Di Luca (ITA) Acqua & Sapone 2:15 - 5. Alexander Djatschenko (KAZ) Astana 2:16 - 6. Marco Pinotti (ITA) BMC 2:41 - 7. Thomas Rohregger (AUT) RadioShack 2:42 - 8. Marcel Wyss (SUI) NetApp 2:53 - 9. Petr Ignatenko (RUS) Katjuscha 2:55 - 10. Sergio Pardilla (ESP) Movistar 3:04. Weiter: 26. Georg Preidler (AUT) Team Type 1 Sanofi 32:19 - 32. Harald Totschnig (AUT) Tirol Cycling 40:50 - 33. Paul Lang (AUT) WSA Viperbike 41:26 - 35. Riccardo Zoidl (AUT) Wels Gourmetfein 42:44 - 36. David Wöhrer (AUT) Tirol Cycling 43:27

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22 Postings
Wo fährt Zoidl nächstes Jahr?

hab ich was verpasst?
die ö-rundfahrt war schon?

Platzsprecher Burgtheater

Also der Platzsprecher beim Ziel in Wien war auch kein Scheiß. Bis zur dritten Runde hat er immer wieder behauptet, dass Haller (WTF) in der Spitzengruppe ist. (fairerweise muss man sagen, dass er die Infos wohl von der Strecke bekommt...)

Die Moderation war einfach nur schlecht, die Musikauswahl zwischendurch noch schlechter und Informationen zum Rennverlauf gab es grundsätzlich (fast) keine...

So macht man diesen Sport wohl nicht populärer. Und dass nicht mehr Leute auf den Ring gekommen sind, sollte den Verantwortlichen auch zu denken geben.

Das habe ich anders gehört!!

Haller soll von Katjusha nach vorne gebracht werden. Was auch stimmte!!!

In der Spitzengruppe berichtete er von Konstantin....

stimmte auch.

Sorry muss hier widersprechen!

Wie gesagt: bis zur dritten Runde. Dabei bleibe ich. (habe aber auch dazugeschrieben, dass er die Falschinfo von jmd. auf der Strecke erhalten haben muss)

Interview Marco Haller

Eine Frage an die Community: Hat jemand das Interview von Marco Haller gesehen?

Ich hab leider den Anfang nicht mitbekommen, jedenfalls hat er sich dann aber vollgas über seinen Teamkollegen aufgeregt. Weil der für ihn arbeiten sollte, dann aber - obwohl in der Rolle des Helfers - sein eigenes Ding durchgezogen habe.
Hab selten öffentlich eine solch derbe Kritk an einem Teamkollegen gesehen / gehört und fand das ziemlich krass!

Zusammenhang

In diesem Zusammenhang ist Nicolas Roche noch immer mein Held, nachdem er etwas unzufrieden war das John Gadret sein Rad bei einem Defekt nicht hergab...

http://www.sportsgrid.com/media/if-... h-cyclist/

Frag einmal Gilberto Simoni, was er sich beim Giro 2004 so über den Kleinen Prinzen gedacht hat...

Ja stimmt. Daran hab ich nicht gedacht. Wobei, er hat sich nicht oeffentlich so geaeussert soweit ich mich erinnern kann.

jap...

hab ich auch gehört. Irgendwie nicht passend, über den Teamkollegen so herzuziehen. Das sollten die unter sich ausmachen..

Ja, die Kritik war recht heftig.

Normalerweise sind die Rollen bei solchen Sprints klar definiert, Zatewitsch hat sich wohl nicht ans Drehbuch gehalten. Wäre sehr interssant zu wissen, was die Teamführung von der Aktion hält. Entweder es gibt Konsequenzen für den Russen oder sie fanden die Aktion okay, was wiederum sehr viel über das Standing von Haller im russischen (!) Team aussagt...
Wir werdens wohl nicht erfahren, leider.

Rohregger: Ich habe die Rundfahrt am Horn verspielt.
Wahrnehmungsschwierigkeiten?
Vorher hätte sie der bei weitem stärkere Steve Morabito oder der Slowene Robert Vrecer gewonnen.

Achja, der soo starke Steve Morabito, der 0m fuehrung gemacht hat und auf den letzten Metern einen auf dick Hose. So einen Sieger hat die Oesterreichrundfahrt nicht verdient.

hab mich in die rechte verliebt

julchen! die ist eh wieder zu haben :-) ruckzuck war es aus mit dem schnellen grünen :-)
war sogar im orf zu hören........

L.

wärst dagewesen hättest vorher einen Plan von OSttirol von ihr erhalten :)

War das die mit der kurzen Lederhose?

ja hatten aber beide

Rohregger vor der Tour: Ziel ist natürlich der Gesamtsieg

während der Tour: das große Ziel der Etappensieg - später das Podium

am Ende: "Die Endplatzierung ist sekundär"

Darf er sich nicht mal mehr ein Ziel setzen? Das, wenn der Teamkollege gewinnt, seine Platzierung nebensaechlich ist ist doch wohl auch klar. Aber solange sie was zum motzen haben sinds ja hoffentlich gluecklich.

dem ist nichts hinzuzufügen...

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