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Jakob Fuglsang genießt den Sieg bei der Österreich-Tour. Für die Tour de France war der Däne nicht nominiert worden.
Wien - Traditionell wird beim achten und letzten Teilstück der Österreich-Tour das Gelbe Trikot des Leaders nicht mehr attackiert. Also durfte Jakob Fuglsang, der am Samstag die Gesamtführung beim Einzelzeitfahren in Podersdorf als Zwölfter verteidigen konnte, die 122 km vom Neusiedler See nach Wien genießen.
Der 27-Jährige hatte sich auf der vierten Etappe den Titel des Glocknerkönigs erkraxelt und war nach dem Etappensieg in St. Johann / Alpendorf ins Gelbe Trikot geschlüpft. Dieses gab der Teamkollege des Innsbruckers Thomas Rohregger nicht mehr her, womit er sich zum ersten dänischen Gesamtsieger kürte. Noch nie hat ein Fahrer mit einem so großen Rückstand nach der Bergankunft auf dem Kitzbüheler Horn (1:41 Minuten) bei der Österreich-Rundfahrt triumphiert.
Eine Breitseite in Richtung seines Teamchefs bei RadioShack ließ sich Fuglsang nicht nehmen. "Ich habe mein hohes Niveau bestätigt und bewiesen, dass ich alles gebe, obwohl ich nicht für die Tour de France nominiert wurde", sagte er. Johan Bruyneel hatte Fuglsang nach teaminternen Querelen nicht nominiert, obwohl er zuvor schon die Luxemburg-Tour gewonnen hatte.
Fuglsang hatte sich zu Beginn seiner Karriere aufs Mountainbike konzentriert, 2009 sattelte der U23-Weltmeister von 2007 um. Dass Österreich diesbezüglich ein gutes Pflaster ist, um auch auf der Straße Mountainbike-Fähigkeiten auszuspielen, zeigten zuvor schon der Australier Cadel Evans (2001, 2004) und Vorjahressieger Fredrik Kessiakoff aus Schweden.
Rohregger Siebenter
Den Tagessieg vor dem Wiener Burgtheater sicherte sich Daniele Colli vom Team Type 1 im Massensprint. Damit haben die italienischen Profis sieben der acht Entscheidungen gewonnen. Als bester Österreicher klassierte sich Rohregger in der Gesamtwertung auf dem siebenten Platz. Beim Zeitfahren hatte der letzte heimische Toursieger von 2008 noch drei Plätze eingebüßt. "Mit meiner Leistung bin ich sehr zufrieden, mit der Platzierung nicht", sagte Rohregger. "Aber für unser Team war es eine schöne Woche." Der 22-jährige Steirer Georg Preidler vom Team Type 1-Sanofi Aventis sicherte sich das Bergtrikot. (krud, DER STANDARD, 9.7.2012)
Ergebnisse der 64. Österreich-Radrundfahrt vom Sonntag:
8. und letzte Etappe, Podersdorf - Wien (122,8 km): 1. Daniele Colli (ITA) Team Type 1 Sanofi 2:29:54 Stunden (Schnitt: 49,15 km/h) - 2. Alexej Zatewitsch (RUS) Katjuscha - 3. Blaz Jarc (SLO) NetApp - 4. Danilo Napolitano (ITA) Acqua & Sapone - 5. Boy van Poppel (NED) UHC United Healthcare - 6. Danilo Wyss (SUI) BMC - 7. Marco Haller (AUT) Katjuscha - 8. Sacha Modolo (ITA) Colnago - 9. Guillaume van Keirsbulck (BEL) Omega Pharma Quick Step - 10. Jan Sokol (AUT) Wels Gourmetfein. Weiter: 12. Daniel Schorn (AUT) NetApp - 15. Christoph Sokol (AUT) Tirol Cycling - 19. Mario Schoibl (AUT) Tirol Cycling - 22. Martin Weiss (AUT) Tirol Cycling, alle gl. Zeit
Gesamtwertung: 1. Jakob Fuglsang (DEN) RadioShack 28:13:09 Std. - 2. Steve Morabito (SUI) BMC +1:24 Min. - 3. Robert Vrecer (SLO) Vorarlberg +1:52 - 4. Danilo Di Luca (ITA) Acqua & Sapone 2:15 - 5. Alexander Djatschenko (KAZ) Astana 2:16 - 6. Marco Pinotti (ITA) BMC 2:41 - 7. Thomas Rohregger (AUT) RadioShack 2:42 - 8. Marcel Wyss (SUI) NetApp 2:53 - 9. Petr Ignatenko (RUS) Katjuscha 2:55 - 10. Sergio Pardilla (ESP) Movistar 3:04. Weiter: 26. Georg Preidler (AUT) Team Type 1 Sanofi 32:19 - 32. Harald Totschnig (AUT) Tirol Cycling 40:50 - 33. Paul Lang (AUT) WSA Viperbike 41:26 - 35. Riccardo Zoidl (AUT) Wels Gourmetfein 42:44 - 36. David Wöhrer (AUT) Tirol Cycling 43:27
Vor Schlussetappe nach Wien mehr als eine Minute voran - Bester Österreicher Rohregger fiel auf Rang sieben zurück
Im Massensprint - Preidler gewann Berg-Gesamtwertung
Brändle Tages-Dritter - Rohregger büßte Zeit ein, holte aber einen Platz auf: Gesamt-Vierter vor NÖ-Etappe
Verfolgergruppe mit Di Luca rund eine Minute verspätet im Ziel - Rohregger durch Teamtaktik zur Zurückhaltung verdammt
Italiener Modolo gewinnt dritte Etappe nach Lienz im Sprint - Di Luca in Gesamtwertung weiter voran
Danilo Di Luca siegt am Kitzbüheler Horn und führt die Österreich-Radrundfahrt an - Rohregger Dritter
Massensprint in Innsbruck an Bazzana - Preidler als bester Österreicher Vierter
"Stall-Duell" bei RadioShack zwischen Rohregger und Fuglsang - Ex-Giro-Sieger Di Luca will hoch hinaus - Kitzbüheler Horn als Vorentscheidung
Also der Platzsprecher beim Ziel in Wien war auch kein Scheiß. Bis zur dritten Runde hat er immer wieder behauptet, dass Haller (WTF) in der Spitzengruppe ist. (fairerweise muss man sagen, dass er die Infos wohl von der Strecke bekommt...)
Die Moderation war einfach nur schlecht, die Musikauswahl zwischendurch noch schlechter und Informationen zum Rennverlauf gab es grundsätzlich (fast) keine...
So macht man diesen Sport wohl nicht populärer. Und dass nicht mehr Leute auf den Ring gekommen sind, sollte den Verantwortlichen auch zu denken geben.
Eine Frage an die Community: Hat jemand das Interview von Marco Haller gesehen?
Ich hab leider den Anfang nicht mitbekommen, jedenfalls hat er sich dann aber vollgas über seinen Teamkollegen aufgeregt. Weil der für ihn arbeiten sollte, dann aber - obwohl in der Rolle des Helfers - sein eigenes Ding durchgezogen habe.
Hab selten öffentlich eine solch derbe Kritk an einem Teamkollegen gesehen / gehört und fand das ziemlich krass!
In diesem Zusammenhang ist Nicolas Roche noch immer mein Held, nachdem er etwas unzufrieden war das John Gadret sein Rad bei einem Defekt nicht hergab...
http://www.sportsgrid.com/media/if-... h-cyclist/
Ja, die Kritik war recht heftig.
Normalerweise sind die Rollen bei solchen Sprints klar definiert, Zatewitsch hat sich wohl nicht ans Drehbuch gehalten. Wäre sehr interssant zu wissen, was die Teamführung von der Aktion hält. Entweder es gibt Konsequenzen für den Russen oder sie fanden die Aktion okay, was wiederum sehr viel über das Standing von Haller im russischen (!) Team aussagt...
Wir werdens wohl nicht erfahren, leider.
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