Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Bald abgesetzt? Ende Juli entscheiden die Bürger über das Schicksal von Rumäniens Präsident Traian Basescu.
Washington/Bukarest - Der Machtkampf zwischen Regierung und Präsident in Rumänien hat international große Sorge ausgelöst. Der Konflikt gefährde das Gleichgewicht der demokratischen Kräfte und die Unabhängigkeit der Justiz bei "unserem Verbündeten und NATO-Partner", erklärten die USA. Der Europarat forderte am Samstag eine Expertise zu dem Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Traian Basescu an.
Washington rufe die Regierung in Bukarest auf, die Regeln des Rechtsstaates im weiteren Verfahren "genauestens" einzuhalten, erklärte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Victoria Nuland, am Freitag (Ortszeit). Das Parlament in Bukarest hatte kurz zuvor für die Absetzung Basescus gestimmt. Die Mitte-Links-Koalition von Regierungschef Victor Ponta wirft dem konservativen Präsidenten vor, sich Regierungskompetenzen angeeignet und gegen die Verfassung verstoßen zu haben. Das Verfassungsgericht hatte zuvor erklärt, Basescu habe zwar in einigen Fällen seine Befugnisse überschritten, nicht aber gegen die Verfassung verstoßen.
Volksabstimmung
Gültig wird die Absetzung allerdings nur, wenn sie bei einer Volksabstimmung am 29. Juli bestätigt wird. Bei dem Referendum reicht neuerdings die Mehrheit der abgegebenen Stimmen, wie die Regierung per Eilverordnung am Donnerstag festlegte. Bisher war die Mehrheit der eingetragenen Wähler nötig. Zuvor hatte die seit zwei Monaten amtierende Regierung bereits die Rechte des Verfassungsgerichts eingeschränkt.
Der Europarat bat die sogenannte Venedig-Kommission um ihre Einschätzung, ob die jüngsten Entwicklungen in Rumänien mit "den Prinzipien der Demokratie und des Rechtsstaats" vereinbar seien, wie der Generalsekretär des Europarats, Thorbjoern Jagland, in Straßburg sagte. Der Venedig-Kommission gehören angesehene Rechtswissenschaftler aus den 47 Europaratsländern an. Ihr Leiter, Gianni Buquicchio, hatte bereits am Mittwoch das Vorgehen der Regierung gegen das Verfassungsgericht verurteilt.
Sorge
Der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz, sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", noch sehe er keine Verletzung des EU-Vertrages durch die Regierung in Bukarest. "Sollte eine Prüfung allerdings Unvereinbarkeiten mit europäischen Rechtsstandards ergeben, werden wir dagegen vorgehen, dazu sind wir verpflichtet, egal wie der Regierungschef heißt." Vize-Kommissionspräsidentin und Justizkommissarin Viviane Reding sagte der "FAS", sie sehe die Entwicklung in Rumänien "mit zunehmend größer werdender Sorge".
Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle äußerte die Befürchtung, dass in Rumänien politische Konflikte auf Kosten "grundlegender europäischer Werte" ausgetragen würden. Die deutsche Bundesregierung werde politische Entwicklungen wie die in Rumänien "nicht einfach ignorieren", sagte Westerwelle der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".
Am Samstag kam das Kabinett in Bukarest zu einer Sondersitzung zur Einleitung des Amtsenthebungsverfahrens zusammen. "Nun sind alle Hindernisse aus dem Weg, seit unsere Regierung an die Macht kam", sagte Ponta. Sein Rivale Basescu, der während des Verfahrens suspendiert ist, twitterte: "Lasst uns, bewaffnet mit der Wahrheit und der Verfassung, zum Referendum schreiten." Basescu hatte schon 2007 einen Entmachtungsversuch der selben Parteien überstanden. Die Beliebtheit Basescus sank, als er 2010 drastische Kürzungen im Gegenzug für Milliardenhilfen der EU und des Internationalen Währungsfonds anordnete.
(APA, 8.7.2012)
Verurteilter Sozialdemokrat Nastase muss 760.000 Euro Schaden wegen illegaler Wahlkampffinanzierung entrichten
"Vorschläge landen in der Lade"
Bizarrer als Berlusconi: Rumäniens drittstärkste Partei köderte ihre Wähler mit Trash-TV und Versprechungen Marke Füllhorn
Mit rund 60 Prozent der Stimmen errang das linke Regierungsbündnis Rumäniens bei den Parlamentswahlen einen Erdrutschsieg
Nach Aufruf des Staatschefs zum Wahlboykott als Protest gegen Verweigerung der Parlamentsverkleinerung
Deutlicher Sieg für Sozialliberale Union von Premier Ponta bei Parlamentswahl am Sonntag
Nach Nominierung zur Verfassungsrichterin - Justizressort wird interimistisch von Premier Ponta übernommen
Sozialliberale Union von Premier Ponta erhielt laut Hochrechnungen 54 Prozent für Abgeordnetenhaus und 55 Prozent für Senat
Nastase war in historischem Prozess wegen Korruption verurteilt worden - Einladung zu Rückkehr in die Politik
Außenminister Titus Corlatean ist zuversichtlich, dass Rumänien 2013 dem Schengenraum beitreten wird
Verlängerung der Einspruchsfrist bei Inkompatibilitätsurteilen von 15 auf 45 Tage nicht zulässig
Daniel Morar, bis vor kurzem Leiter der Antikorruptionsbehörde: Korruptionsmentalität in Rumänien wandelt sich
Wegen Bestechungsannahme und Begünstigung einer Firma bei öffentlichen Ausschreibungen
Universität Bukarest kann Rumäniens Premier den Doktortitel aber nicht aberkennen
Kommission fordert Festigung des Rechtsstaates, sieht aber auch Fortschritte
Korruptionsbekämpfer: Auch Häftlinge und Afghanistan-Soldaten als Abstimmende in ihren Heimatgemeinden geführt
Neuregelung mit großer Mehrheit beschlossen
Will als Teil der "Mitte-Rechts-Allianz" bei den Parlamentswahlen im Dezember siegen
Weil Rumäniens Koalitionspartner, Sozialdemokraten und Nationalliberale, viele Ministerposten haben wollen, wurden einige Regierungsämter neu geschaffen
Schwierige Kohabitation mit Mitte-Links-Koalition zeichnet sich ab
Nominierung nach kurzen Verhandlungen mit Präsident Basescu - Pontas Allianz hatte Parlamentswahl klar gewonnen
Urteil zur Ungültigkeit des Referendums zur Absetzung Basescus vor Parlament verlesen - Veröffentlichung im Amtsblatt steht aus
Sozialdemokraten und Nationalliberale dürften die Parlamentswahlen in Rumänien kommenden Sonntag gewinnen. Die Konservativen trauen sich nicht mal mehr, ihr Logo zu verwenden.
Beliebtheit nach dem gescheiterten Absetzungsreferendum von 13 auf 23 Prozent gestiegen
und nicht die "konservative Internationale" die die Internationale Sorge ausrufen lässt!
Und wenn es stimmt, dass ihn 64% nicht mehr wollen - dann her mit der Abstimmung und weg mit ihm!
Wo liegt das Problem?
Ach ja, er ist ja der Hoffnungsträger der "konservativen Internationale"....
Das angesehene Institut IMAS hat heute in Bukarest die Ergebnisse einer Meinungsumfrage veröffentlicht. 64,3 % der Rumänen würden für die Absetzung des suspendierten Staatspräsidenten Traian Basescu stimmen, 27,4% sind dagegen.
79,8 % der stimmberechtigten Rumänen wollen bei der Volksabstimmung am 29. Juli 2012 teilnehmen.
Die Meinungsumfrage hat zwischen 5 - 7 Juli 2012 stattgefunden. Die Fehlmarge ist ±3.0%.
(http://www.evz.ro/detalii/s... z201S7P5W9
EVZ.ro)
Dazu ist es bereits zu spaet. Die sorgen waeren angebracht gewesen bevor so ein drittweltland in der EU aufgenommen wird.
Rumaenien und bulgarien haben weniger EU-reife als die tuerkei. Nur deren glueck war, dass sie christliche regierungen haben und ein guenstiger exportmarkt fuer die EU sind.
Die freundlichkeit, die gastfreundschaft und die hoeflichkeit vor allem bei den rumaenen haben jedoch nichts mit EU reife zu tun.
Rumaenien und bulgarien sind schon sehr lange der russischen hegemonie entwichen sowie dem kommunismus. Das ist aber auch schon alles.
Die laendlichen gegenden ( rural areas ), die verbrechensbekaempfung, die korruption, das wirtschaftssystem, the civil service procedures, all das ist wahrlich nicht EU standard.
Mikndestens zehn jahre werden diese beiden laender kraeftrigts von der EU unterstuetz werden muessen, und selbst dann werden die griechischen standard noch immer nicht erreicht haben.
Das ist meine persoenliche meinung.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.