Webber schnappt Alonso den Sieg weg

8. Juli 2012, 16:53

Es bleibt abwechslungsreich. Das Regenchaos an den Trainingstagen kostet die Organisatoren Millionen

Silverstone - Die erste Überraschung ereignete sich schon beim Start. Allen Prognosen zum Trotz schien am Sonntag die Sonne. Kein Vergleich mit den heftigen Regenfällen vom Samstag, die im Qualifying eine 92-minütige Unterbrechung erzwungen hatten. Alles schien zunächst für Fernando Alonso zu laufen, den Vorjahressieger, der im turbulenten Qualifying erstmals seit September 2010 wieder auf die Poleposition gerast war.

Alonso und sein Ferrari behaupteten am Start ihre Führung gegen Mark Webber im Red Bull. Und drehten ihre Runden an der Spitze. Doch in der Schlussphase, als Alonso schon wie der sichere Sieger aussah, ließen seine weichen Reifen zu wünschen übrig. Webber kam näher und näher, fünf Runden vor Schluss schob sich der Australier mit einem ansehnlichen Überholmanöver am Spanier vorbei und nahm sich wie vor zwei Jahren den Sieg beim Grand Prix von Großbritannien.

Womit die beiden nach dem neunten WM-Lauf des Jahres etwas gemeinsam haben, nämlich zwei Saisonsiege. Für Webber ist es der insgesamt neunte, für sein Red-Bull-Team der 30. Erfolg. Weltmeister Sebastian Vettel kam als Dritter heim. In der WM führt Alonso (129 Punkte), der als einziger Pilot in allen neun Saisonrennen gepunktet hat, vor Webber (116), Vettel (100) und dem Engländer Lewis Hamilton (92), der sich mit seinem McLaren beim Heimspiel mit Platz acht zufriedengeben musste.

"Nicht schlecht für einen Nummer-zwei-Fahrer"

"Ein großartiger Tag für uns. Hier wieder zu gewinnen ist toll", sagte Webber, der wie vor zwei Jahren die beiden Klassiker in Monaco und England gewann. Vor zwei Jahren hatte er nach seinem Triumph in Silverstone insofern für Aufsehen gesorgt, da er diesen wie folgt kommentierte: "Nicht schlecht für einen Nummer-zwei-Fahrer."

Offenbar hat die überraschende Trockenheit am Renntag zu einem Unfall beigetragen. Der Japaner Kamui Kobayashi fuhr bei einem missglückten Boxenstopp zwei seiner Mechaniker an und verletzte sie. "Einer hat eine Blessur am Daumen, der andere hat Schnitte und Prellungen am linken Bein" , teilte das Team mit. "Es war meine Schuld. Ich habe zu spät gebremst", betonte der 25-Jährige. Er habe zuvor keine Tests unter trockenen Bedingungen machen können. "Deshalb wusste ich nicht, wie schnell ich heranfahren kann. Ich war zu schnell, dafür entschuldige ich mich."

Das Regenchaos an den Trainingstagen kostete die Organisatoren viel Geld. Mindestens fünf Millionen Euro betrage der finanzielle Schaden, berichtete der Sunday Telegraph. Grund sind vor allem die zugesagten Rückerstattungen an Fans. Tausende hatten es am Freitag wegen kilometerlanger Staus und gesperrter Parkplätze nicht bis zur Strecke geschafft. Für den ebenfalls verregneten Samstag hatten die Organisatoren dann mehr als 20.000 Ticketinhaber gebeten, zu Hause zu bleiben. (APA/bez, DER STANDARD, 9.7.2012)

Nächster WM-Lauf: Grand Prix von Deutschland auf dem Hockenheimring am 22. Juli

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F1 gehört nicht unter die Rubrik "Sport"!

Oder könnte man dem Maldonado auch eine Fußballkariere kaufen?

Bei Rabbied schon. Da würd er wahrscheinlich leistungsmäßig nicht abfallen und das Geld wäre zumindest sauberer als das von EADS!

WEBBER auch 2013 bei Red Bull

ich finds cool!

https://twitter.com/redbullracing

immer dieser mehr als durchsichtige beißreflex, sobald ein deutscher irgendwo erfolg hat ... webber ist nicht besser, weil er ein paar mal vor vettel ins ziel kommt. und vettel nicht schlechter, weil er ein paar mal das nachsehen hatte.

vettel ist mir zutiefst unsympathisch, aber diese typisch österreichischen kindereien sind einfach lächerlich.

Ganz so ist das nicht. Grundvoraussetzung für den Beißreflex ist schon, dass es sich um ein richtig arrogantes @****l0ch oder um einen anderen wandelnden Charakterfehler handelt!

Der Schorsch Hackl hat das Rodeln ein Jahrzehnt lang dominiert, und Spitzen-Rodlern wie dem Zöggeler und vor allem dem Prock blieben meist nur die Ehrenplätze! Da hat aber niemand auf den Hackl hingebissen - weil er nämlich ein gaaaanz lässiger Typ war!

es liegt glaub auch daran dass webber einfach sehr beliebt ist

war das gleiche mit button

die leistung des eigenen lieblingsfahrers beurteilt man eben anders. ich zb sehe hamiltons "fehler" auch nicht so eng^^

volle Zustimmung! Zum Schaemen manchmal...

Wär auch noch fein,

wenn eine Qualitätszeitung in einem oder zwei Nebensätzen die Entscheidungen der Stuarts zu den verschiedenen Vorfällen während des Rennes erwähnen würde ...

vgl. http://derstandard.at/plink/134... 5/26916032

Ich freu mich für Mark Webber.

Er hat sich den Sieg mehr als verdient.
Sauberer Start, keine Fehler, gute Strategie.

Das einzige, was mich an Webber stört, sind die beiden bunten Ochsen auf seinem Overall!

Der soll heuer WM werden, weil ich's ihm persönlich gönne und es wahrscheinlich die letzte Chance ist.

Danach soll er zu einem sympathischeren Team wechseln. Caterham fänd ich geil, da könnt er Aufbauarbeit leisten ....

hoffentlich wieder ein ordentlicher Teamfight Webber Vettl

die WM gewinnt Alonso

wie annodazumal Senna Prost

des wär kool

Was ist Ihrer Meinung nach ein ordentlicher Teamfight?

Wenn einer der beiden von Hurner und dem einäugigen Banditen systematisch benachteiligt wird, damit der andere Weltmeister wird?

nimm mal die anti-vettel brille ab

Ich hoffe Sie meinen 1986, als Mansell und Piquet im teaminternen Duell dermaßen bedient waren dass in Adelaide letztendlich Prost Weltmeister wurde. Unvergessen der Reifenplatzer von Mansell!

nein, meine ich nicht

lg

Webber Sieg macht die Sache jedenfalls interessant.

Und - Gott sei Dank - kein Finger mehr. Und die Hymne wird trotzdem gespielt, hähä.

vorneweg:der finger nervt

aber sehn sie sich mal die auftritte vettels bei "top gear" oder der "late show" an.er kommt da schon sehr angenehm rüber.

Bei Top Gear war er meiner Meinung nach mit Webber & Hamilton der Sympathischste! Außerdem hat er bewiesen, dass er tatsächlich der beste Fahrer ist.
Ich glaube es hat einen Grund das Alonso noch nicht dort war, nämlich dass Clarkson ihn nicht mag ;)

aber unsere schöne alte Kaiserhymne fehlt :-/

(ein glück wird ja nicht der etwas ungelenke neue Text mitgespielt .. ;-)

Ich bin gespannt auf Hockenheim!

Bis 1976 wurden dabei dort Läufe auf der Nürburgring-Nordschleife ausgetragen, lediglich 1959 und 1970 gab es zwei Abstecher zur Berliner AVUS und an den Hockenheimring; 1970 gewann der unvergessliche Jocken Rindt im Lotus Ford in einer Hitzeschlacht vor Jackie Ickx auf Brabham, nicht zu verwechseln mit seinem Namensvetter Jackie Stewart, der ein Jahr später auf regennasser Fahrbahn
den Großen Preis vin Deutschland gewinnen konnte. Auf der neuen Strecke war dann Gerhard Berger 1994 und nocheinmal 1997 erfolgreich, während sich Niki Lauda nur einmal - 1977 - durchsetzen konnte, genau ein Jahr nach seinem schrecklichen Unfall...

Heinzi, bist du's?

Oder: wozu das Ganze

kann nicht der h.p. sein:
steht zuwenig drinnen über die schwiegermutter des siegers von 1992.

dabei war das damals ein richtiges drama, als bernie ecclestone mit seinem olivgrünen maserati bei der westschleife mit 25 km/h ...

Einfach sensationell wie Alonso den müden Ferrari zur WM-Führung prügelt.

Wie auch schon Wurz sagte: Über die Jahre hinweg, egal welches Regelwerk gerade aktuell war, er ist und war zumeist immer vorne dabei.

Definitiv einer der besten seiner Zunft, wenn nicht sogar ... ;)

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