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Prag/Bratislava - Die Sommerhitze hat in Tschechien indirekt ein schweres Umweltunglück ausgelöst, wie tschechische Medien am Sonntag berichteten. Aus einem Agrarbetrieb in Senicka (Bezirk Olmütz) traten rund 400.000 Liter Jauche in den Fluss Blata aus. Auf dem Nebenfluss der March (tschechisch Morava) sei "auf einer Länge von 15 Kilometern alles Leben zerstört", teilte eine Sprecherin der Wasserschutzbehörde der CTK mit.
Dichtung aufgeweicht
Die lange Sommerhitze habe einen Stoff aufgeweicht, mit dem die Mauer des Jauchespeichers im Agrarbetrieb abgedichtet worden sei, erklärte sie als Ursache des Unglücks. Auf dem zerstörten Flussabschnitt lebten zahlreiche Fischarten, unter anderen die unter Schutz stehende Elritze, ein karpfenartiger Kleinfisch.
In Niederösterreich lagen diesbezüglich vorerst keine Informationen beziehungsweise Warnungen vor, hieß es seitens des Landesfeuerwehrkommandos auf APA-Anfrage. Die March, in die der Nebenfluss mündet, bildet auf rund 90 Kilometern die natürliche Grenze zwischen Österreich und der Slowakei. (APA, 8.7.2012)
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Die Journalisten sind auf internationale Pressemeldungen angewiesen. Diese Meldungen sind nicht immer gut recherchiert.
Tatsache ist: Der Behälter ist ca. 30 Jahre alt. In den letzete ca. 15 Jahren war er nicht in Betrieb.
Da ein Biogasanlage in der Umgebung zur Stromgewinnung mit Jauche betrieben werden soll, wurde in den letzten Wochen die Jauche aus der ganzen Umgebung gesammelt und in diesem Tank gelagert.
Der Behälter war eine Konstruktion aus Holz mit Stahlverstärkung.
Der Behälter brach in den frühen Morgenstunden des 6.7.2012 (knapp nach Mitternacht).
Nach Informationen von Betroffenen sind bis zu 4000m³ ausgeflossen-das sind 4 Millionen Liter!
Der Behälter steht direkt am Fluss, ist fast 18m im Durchmesser und ca 20m hoch.
THINK BIG ist zwar nach wie vor oberstes Gebot in Agro-Business und Agro-Industrie, aber in der Realität zeigen sich die ersten großen Schäden: Monokulturen bis zum Horizont (Ölpalmen, Soja...), Erosion in allen Formen, Versalzung und Verdichtung der Böden, Vernichtung der Kleinbauern, die in der 3.Welt den Inlandsbedarf decken, Vernichtung der Artenvielfalt usw. Es werden noch viele Dämme brechen müssen, bis ein Umdenken erfolgt. Nicht nur Jauchedämme....
Wennman den gedanklichen Bogen etwas weiter spannt, paßt mein Beitrag in etwa. Diese Jauchegrube ist nur ein minimales Beispiel für den Trend zu immer größeren Betrieben. Ich will sie nicht belehren, aber ich lebe seit 35 Jahren in der 3.Welt und sehe die katastrophalen Auswirkungen der Agrar-und Plantagen-Großbetriebe. Können Sie sich Sojafelder, Zuckerrohrfelder, Rinderfarmen, Ölpalmplantagen in der Größe von O.Ö. vorstellen? Wußten Sie, daß die Bananen, die Sie essen, etwa 40 mal im Jahr von Agrarflugzeugen besprüht werden gegen Pilzkrankheiten? Sie werden sagen, ich weiche vom Thema ab. Nein, für mich sind Agrar-Großbetriebe Jauche!
sie haben natürlich recht mit dem was sie schreiben. man muss aber schon anerkennen, dass die landwirtschaft in europa bis jetzt zum großen teil nachhaltig produziert. der güllebehälter wird offensichtlich von einer biogasanlage genutzt, und kleine biogasanlagen funktioneren nicht wirtschaftlich.
eine biogasanlage, von einem nachposter gibt es zusätzliche informationen. das hat mit abartig nicht zu tun. wenn man fleisch isst, muss man auch scheiße wegräumen. in einer biogasanlage wird aus dieser gülle, zusammen mit anderem organischen material, methan gewonnen. (fast wie bei mad max). das macht aber nur in großen anlagen sinn.
über die vielen roten Stricherln! Manche Relativierer von Umweltsünden gehen dort sogar mit ihrer Ente schwimmen:
http://blog.stiftung-fuer-tierschutz.de/wp-conten... G_7969.JPG
kubikmeter, liter, oder milliliter... alles kinderkram.
es gibt die avogadro-zahl (6,02214129* 10^23), damit nageln wir einfach fest, das wir immer die absolute menge an teilchen angeben. das gibt dann riesen zahlen, mit wenigstens 23 nullen, nur wenn jemand ein glas wasser verschüttet.
und physikalisch ist der wert absolut korrekt.
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