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Zweiter Frühling für MeeGo unter einem neuen Dach? Jolla will dort anknüpfen wo Nokia aufgegeben hat.
Es wird wohl für ewig eine der großen "Was wäre gewesen, wenn"-Fragen der Mobilfunkbranche bleiben: Jene danach wie der Markt heute aussehen würde, wenn sich Nokia schon vor Jahren offensiv hinter MeeGo (bzw. dessen Vorläufer Maemo) gestellt hätte. So blieb nur die besondere Tragik, dass Nokia im vergangenen Herbst mit dem N9 ein Smartphone auf den Markt brachte, das durchwegs positive Kritiken erhielt, an dessen Erfolg zu diesem Zeitpunkt aber der Hersteller selbst keinerlei Interesse mehr hatte, da man sich längst auf eine Partnerschaft mit Microsoft rund um Windows Phone festgelegt hatte.
Experiment
MeeGo sollte intern zwar weiter erhalten bleiben, dies allerdings nur mehr für nicht näher umrissene "experimentelle" Entwicklungen, hieß es damals. Doch auch dieses Versprechen wurde mittlerweile von der Realität eingeholt. Erst vor kurzem wurde kolportiert, dass mittlerweile praktisch das gesamte ehemalige MeeGo-Team das Unternehmen verlassen hat, die einst kolportierten Pläne können also wohl als obsolet angesehen werden.
Jolla
Nun gibt es aber einen neuen Hoffnungsschimmer für alle an MeeGo Interessierten: Mit Jolla meldet sich ein neu gegründetes Unternehmen zu Wort, das verspricht die MeeGo-Entwicklung weiterzuführen, und auch gleich neue Smartphones auf der Basis des mobilen Linux auf den Markt zu bringen. Das Team des Unternehmens besteht praktisch zur Gänze aus früheren Nokia-Angestellten, zudem will man weiterhin offensiv EntwicklerInnen mit einschlägiger Erfahrung einstellen.
Technisches
Laut eigenen Angaben arbeitet man bereits seit Ende 2011 an einem neuen Smartphone-Produkt, dies auf Basis von MeeGo und dessen Community-Abkömmlings Mer. Kernbestandteil ist natürlich das C++-Framework Qt, auf dessen Basis man derzeit ein neues Interface entwickle, heißt es von Seiten Jollas. All dies soll noch im laufenden Jahr sehr konkrete Ergebnisse produzieren, noch vor Jahresende soll ein neues MeeGo-Smartphone auf den Markt kommen, heißt es. (apo, derStandard.at, 08.07.12)
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Vorgestern geschrieben "falls mein N9 irgendwann tot sein sollte" http://derstandard.at/plink/134... 1/26916931
Heute ist es soweit. Mein N9 braucht ewig zum Booten, wird seeeeehr heisz und nicht einmal die Einstellungen können 5 sec angezeigt werden - Anwendung stürzt ab.
Wenn dieser Garantiefall nicht reibungslos über die Bühne geht, wars das für mich fürs Erste mit den Smartphone Zeittötern.
Das ist der Vorteil freier Software.
Ist ein Unternehmen zu dumm das Potenzial freier SW zu nutzen, dann kann es ein schlaueres tun.
Freie SW fördert daher freie Märkte und Wettbewerb.
Proprietäre SW und SW Patente behindern den Markt und die technische Entwicklung.
Jein. Softwarepatente, wie sie derzeit geregelt sind, schaden dem Markt wohl, als sie nützen. Wäre der rechtliche Rahmen jedoch in Ordnung (zB verpflichtende Prüfung der Schaffenshöhe durch Informatik-Experten bei der Anmeldung, begrenzte Schutzfristen,...), könnten Softwarepatente auch etwas positives sein.
wuden erfunden um die Erfindungen publik zu machen, statt dass sie verheimlicht werden. Ein Patent muss so formuliert sein, dass ein Fachmann die Erfindung ohne Probleme nachbauen kann. Das würde im SW Kontext bedeuten die Software muss frei sein. (Im Sinne von offenen Quellen). Das ist sie aber nicht!
Das derzeitige Patentsystem dient dazu Geschäftsinteressen mit Geld und Juristen durchzudrücken und Innovation und Wettbewerb zu verhindern. Es schützt aufgrund der Komplexität und Kosten große Firmen und benachteiligt kleine Erfinder und Firmen.
Erfahrungsgemäß sind aber kleine Firmen / Einzelerfinder die kreativsten.
Das System ist also kontraproduktv und für das 21 Jahrhundert völlig unzeitgemäß.
Wenn Nokia das nicht erkennt (bzw. Nokia-CEO Stephen Elop das entgegen jeder Realität leugnet), dann ist das rein das Problem von Nokia. Warum sollten die Entwickler, die das Potenzial erkennen, dieses nicht zu nutzen versuchen?
Nokia setzt lieber auf Windows Phone, das entwicklungstechnisch JAHRE hinter iOS, Android und Meego liegt. Warum sollten die Nokia-Mitarbeiter zusammen mit Nokia untergehen wollen?
naja... das Windows Phone liegt technisch nicht Jahre zurück.
Aber ich finde es halt extrem merkwürdig, dass Nokia lieber ein Schlachtschiff verschrotten lassen und dafür eine Fregatte mit (Anfangs) Motorschaden und ohne Bewaffnung in die Schlacht schicken.
Meego hat defintiv genug Innovation intus um einiges zu reißen! Ich wünsch den Jungs und Mädels mit Jolla viel Glück!
Sondern?
Wie würdest du es sonst nennen, wenn mit Windows Phone 8 jetzt endlich einige (aber bei weitem nicht alle) der Features, die bei WP7 fehlen, nachgereicht werden, die bei iOS, Meego, Android und sogar SYMBIAN schon seit Jahren Standard sind?
Das fällt bei mir unter Dummheit ;)
Die Technology dahinter ist allerdings bei weitem nicht so veraltet wie die meisten annehmen.
Ich kenne die WPhones und auch alle möglichen anderen. Das WP7 max. ein Update auf WP7.8 bekommt für ein paar 8er Features ist ein Schuss ins Knie, aber rein praktisch betrachtet immer noch mehr, als zB: manch Hersteller bei Android schafft.
(Betonung hier auf Hersteller, nicht Community)
Wenn man sich anschaut, was Windows Phone alles NICHT kann, was sogar Symbian schon konnte:
http://my-symbian.com/forum/vie... hp?t=44034
weil dass das nichts mit normaler Unternehmensführung (bei der Entwicklung von Aktienkurs bis Mitarbeiter) zu tun hat das sieht ja ein Blinder.
Wer sind die Aufsichtsräte die Elop decken, wer kontrolliert die, wer hält die Aktien und in wessen Namen?
Das wäre einmal interessant.
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