Hacker-Hostels als neuer Trend in Kalifornien

  • Das "Chez JJ" in Mountain View unterscheidet sich kaum von anderen Hostels. Lediglich das Klientel ist ein anderes.
    screenshot: derstandard.at

    Das "Chez JJ" in Mountain View unterscheidet sich kaum von anderen Hostels. Lediglich das Klientel ist ein anderes.

Etliche Herbergen für junge Tech-Visionäre bereits gut besucht

Laut New York Times tut sich ein neues Geschäftsfeld auf: Hostels für "Hacker". Kaum zu unterscheiden vom Inventar und den Preisen, ist das Publikum dennoch ein anderes als bei üblichen Jugendherbergen.

Junge Männer mit Laptops

Hauptsächlich junge Männer mit Laptops und Kopfhörern gehören zum Klientel dieser Unterkünfte. In San Francisco und in der Bay Area gibt es bereits eine Handvoll Hostels, die diese spezielle Zielgruppe haben. Ob es nur für einen Tag oder gleich eine Woche ist, spielt keine Rolle. Tech Entrepreneurs und solche, die es noch werden wollen, feilen in den Räumlichkeiten der Herbergen an ihren Zukunftsideen.

Von den richtigen Leuten umgeben

Die Preise fangen bei 40 US-Dollar die Nacht an. Besonders geschätzt wird das Umfeld. "Wer es richtig machen will, muss von den richtigen Leuten umgeben sein", so der Gründer eines Biotech-Start-ups. Dabei erinnern die Hostels mehr an Studentenheime mit gemeinsamen Arbeitsräumen als an Hotels. Eine günstige Schlafgelegenheit kommt den Besuchern hier zugute. So können sie sich auf ihre Arbeit konzentrieren und müssen sich nicht mit Vermietern und hohen Mietpreisen herumschlagen.

Nerds unter sich

Unterstützt wird die Idee von Airbnb, einem Unternehmen, das Häuser, Wohnungen und einzelne Zimmer zu Ferienzwecken vermittelt. Auf der Airbnb Seite findet man gleich mehrere dieser Hostels, sobald man nach dem Wort "Hacker" sucht. Die Apartments liegen in Gegenden wie Menlo Park und Mountain View, also an der Quelle großer Unternehmen und zahlreicher Start-ups. 

Einige bleiben monatelang

Die Idee kam von Jade Wang, einer 28-Jährigen Neurowissenschaftlerin, die bei der NASA arbeitete. Sie meinte, "Nerds wären gerne von ihresgleichen umgeben". Und so bleiben einige nicht nur für ein paar Tage, sondern gleich ein paar Monate. "Wir arbeiten so hart, uns ist es egal, wo wir übernachten", sagt ein ehemaliger MIT Student. (iw, derStandard.at, 7.7.2012)

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