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Alexandra Meissnitzer in der Wüste.
Alexandra Meissnitzer muss man nicht kennen, wenn man die außerhalb Österreichs nicht so wichtig genommene Minderheitensportart Skifahren nicht verfolgt. Meissnitzer war nämlich Skifahrerin, eine sehr erfolgreiche. Aber selbst ohne Kenntnis ihres Vorlebens begegnet man ihr zurzeit - in der TV-Werbung.
Werbung wähnt sich ja immer dann erfolgreich, wenn über sie gesprochen wird. Das scheint gelungen, wenngleich der Gedankenaustausch darüber wenig schmeichelhaft ausfällt. Erinnert der Spot in seiner Ästhetik doch an Werbeeinschaltung privater Unternehmen in Vorstadtkinos. Meissnitzer bewirbt eine Haustechnik-Firma. Dafür zieht sie einen Heizkörper am Kabel durch die Wüste von Nevada. Man hat für diese Werbung also scheint's keine Kosten und Mühen gescheut. Dennoch wirkt das Ergebnis zart befremdlich. Wohl deshalb, weil Meissnitzer im Minirock, mit schwarzen Strümpfen, High Heels und etwas über die Maßen der Eleganz geschminktem Antlitz durch die Dünen stöckelt, während sie ihre "Heizung in die Wüste schickt".
Da fällt einem ein Satz der US-Countrysängerin Dolly Parton ein: "You have no idea how much it costs to look so cheap." Der fiel zwar in Bezug auf Schönheitsoperationen, trifft aber auch bei anderen Themen immer wieder ins (kleine) Schwarze. (Karl Fluch, DER STANDARD, 7./8.7.2012)
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Das man sich dann noch ein "Making of" ins Netz stellen traut:
http://www.youtube.com/watch?v=GB9uoEbCsJY
Diese Werbung fällt absolut auf. Negativst. Der Zuseher ist nämlich so schlechte Produktionen (Bild, Licht, Ton, Text, etc.) meines Erachtens gar nicht mehr richtig gewohnt, seitdem die Humboldt-Spots erneuert wurden. Alles schaut - trotz Wüste - sehr hausgemacht und billigst aus (inkl. Meisi, die als Bordsteinschwalbe verkleidet wurde). Aber wen wundert's, angeblich war auch Österreichs selbsternannter "Starfotograf" Manfred Baumann inkl. Ehefrau mit von der Partie.
unter "etc." fallen in jedem fall:
maske (haha, passendes wort) und
hair-"styling".
ausserdem: das synchron-kriegen von bild und ton, seit ca. 1950 an und für sich ein klacks.
das schwerwiegendste "ETC" aber ist die tatsache, dass dieser spot vom kunden abgenommen wurde und ON AIR ging.
Der schlechte Geschmack ist eben ein Massenphänomen (63 Millionen!) und hält sich standhaft, einerlei, ob nun Rick A.s (80´s?) Schnulze oder die zu kurz geratenen Röcke, es harmoniert mitsammen, allerdings im übelsten Sinne. Von dem Werbespot ganz (milde) zu schweigen, weil mir dazu eh nichts anderes als das Gesicht einfällt.
Zum Trailer in der Wüste hätte ich einen schönen Soundtrack-Vorschlag gehabt: SOUL DESERT, wahlweise von
Julian Cope ---http://www.youtube.com/watch?v=fW5APeIWHmE
oder/und
Can ---http://www.youtube.com/watch?v=pxrSlyzdUNU
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