Rotes Kreuz über zunehmende Gesundheitsprobleme besorgt

6. Juli 2012, 19:07
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Verschlechterte Lage ein Jahr nach Unabhängigkeit des Landes

Genf - Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat sich besorgt über die zunehmenden Gesundheitsprobleme im Südsudan geäußert. Ein Jahr nach der Unabhängigkeit des Landes werde die Lage immer schlechter, erklärte das IKRK am Freitag in Genf. Vor allem Kinder litten unter der schlechten Sicherheitslage wegen der Spannungen im Grenzgebiet zwischen dem Sudan und dem Südsudan sowie unter den hohen Lebensmittelpreisen. Die Kinder, die in den wenigen vorhandenen medizinischen Einrichtungen behandelt würden, seien zunehmend von Unterernährung gezeichnet.

Im Südsudan gibt es nach Angaben des örtlichen Gesundheitsministeriums für eine Bevölkerung von fast neun Millionen Menschen nur 120 zugelassene Ärzte und hundert Krankenschwestern. Laut IKRK verfügt das benachbarte Kenia über zehn Mal mehr Ärzte pro Patient.

Die Bevölkerung im Südsudan leidet neben Mangelernährung unter Krankheiten wie Meningitis, Masern, Gelbfieber und Keuchhusten. Vermeidbare Krankheiten wie Malaria und Atemwegsinfektionen sind die häufigsten Todesursachen in dem afrikanischen Land. Auch Flussblindheit, die Schlafkrankheit und Cholera sind verbreitet. Hinzu kommen langwierige Verletzungen, die Menschen in den bewaffneten Konflikten erlitten haben. Nach Angaben des IKRK werden im Südsudan noch immer Landminen eingesetzt. Das Land begeht am Montag den ersten Jahrestag seiner Unabhängigkeit von Khartum. (APA, 6.7.2012)

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