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Während Fußgänger im Sommer die Salzburger Innenstadt bevölkern, hat das Auto ab sofort Pause.
Salzburg - Weil "Sperre" gar so negativ klingt, heißt das Ganze jetzt " Mittagsregelung": In der Sommer-Hochsaison von 16. Juli bis inklusive 17. August werden werktags von 10 bis 14 Uhr die drei Zufahrten in die Salzburger Innenstadt für den Pkw-Verkehr gesperrt. "Das Auto hat im Sommer Mittagspause", heißt es launig auf den diversen Informationsmaterialien des Magistrats.
Mit dieser "Mittagspause" will die Stadt Salzburg das alljährliche, von tausenden Touristenautos verursachte Sommer-Verkehrschaos in den Griff bekommen. Ausgenommen vom Einfahrtsverbot bei der Staatsbrücke, dem Müllner Hügel und dem Neutor durch den Mönchsberg sind Einsatzfahrzeuge, Taxis, Hotelgäste, Lieferanten und Anrainer.
Darüber hinaus wird auch die Schlechtwettersperre der gesamten Stadt für den gleichen Zeitraum verschärft. Sagt der Wetterbericht für den kommenden Tag am Nachmittag Regenwetter vorher, kommt es bereits ab neun Uhr Vormittags zu Ableitungen der Touristen-Pkws auf die Park-and-Ride-Plätze. Im Gegenzug erhalten die Salzburg-Besucher ein für fünf Personen gültiges Ganztags-Busticket samt Parkberechtigung um zwölf Euro.
Für Verkehrs- und Planungsstadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste) ist die temporäre Sperre freilich nur ein erster Probegalopp. Wie Padutsch bereits Mitte Mai im STANDARD-Interview angekündigt hat, soll "ab Herbst die Formulierung einer Dauerlösung mit allen Beteiligten" beginnen.
Widerstand der VP
Er wolle eine Variante, die zwar die Zufahrt in den Bereich ermögliche, aber die Durchfahrt verhindere, präzisierte der Verkehrsstadtrat am Freitag. Damit würde eine "Vorzone zur Fußgängerzone in der Altstadt" geschaffen. Die Zeit sei jedenfalls reif, "dass wir die großen Freiräume der Stadt nicht nur dem Verkehr zur Verfügung stellen", sagt Padutsch. Rückendeckung dürfte der Grün-Politiker von Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) bekommen. Schaden hatte die Mittagsregelung wiederholt als " Pipifax"-Maßnahme bezeichnet und weiter gehende Einschränkungen für den Individualverkehr angekündigt.
Rot-Grün hat auch die nun vorliegende temporäre Sperre im Gemeinderat gegen den erbitterten Widerstand der ÖVP durchgesetzt. Bis heute argumentiert die Stadt-ÖVP mit möglichen wirtschaftlichen Nachteilen für die Innenstadt-Kaufleute.
Die von Vizebürgermeister Harald Preuner - im Zivilberuf Fahrschulbesitzer - auf einen streng autofreundlichen Kurs getrimmte Stadt-ÖVP agiert politisch allerdings zunehmend isoliert. Selbst vonseiten der Wirtschaftskammer ist von der "Weltuntergangsrhetorik" (Bürgermeister Schaden über die Kritik an der Innenstadtsperre) nichts mehr zu hören. Im Gegenteil: Inzwischen prangen sogar die Logos von Wirtschaftskammer und Altstadtverband auf den Werbematerialien der Stadt zur neuen Mittagsregelung. (Thomas Neuhold, DER STANDARD, 7./8.7.2012)
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die Partei fuer Leute die keinen Meter zu Fuss gehen koennen, und damit sind jetzt nicht Rollstuhlfahrer gemeint...
Wenns nicht gehen koennts dann kaufts euch doch a paar Saenftentraeger. Ja ich weis die bekommt man heute nicht mehr gratis oder als Sklave, aber die paar Knoedl werds wohl auftreiben koennen oder?
Innenstadtsperre ist ja nicht so blöd, aber dann sollte man zB auch dafür sorgen, dass die Stadtautobahn mautfrei wird. Sonst kommts wie jedes Jahr wieder zum tollen Spektakel, dass die Asfinag bei der Autobahnabfahr zur Parkmöglichkeit steht und wie will um sich straft.
Und die sollen jetzt für 100 m 8,-- und fürs Parken nochmals 20,- € bezahlen?
Ob das so funktioniert, oder man doch Einbussen bekommt möchte ich bezweifeln.
Schwachsinn, in der Innenstadt gibt's sowieso fast ausschließlich Durchzugsverkehr. Wer, der in der Innenstadt einkaufen will, parkt denn direkt in der Sperrzone?
Ich kann mich an eine ähnliche Diskussion in Graz erinnern, als es um die Parkplätze in der reistchulgasse ging.
Alle Wirtschaftskammermitglieder = alle Geschäftsleute haben geschrien, dass dann die Kunden wegbleiben, nur der Geschäftsführer vom Hofer hing nicht am Gängelband der Kammer und hat gesagt, dass eh 80% der Kundschaft mit dem Fahrrad kommen und auf einem PKW-Parkplatz 10 Räder platz haben.
dann gibt es links und rechts Seitentaschen.
Leer sind die schmal, aber wenn sich der Inhalt des Einkaufswagens da drin verteilt hat, war es das mit den 10 Radabstellplätzen schon :)
Schließlich fährt man zum Hofer ja nicht, um zu "shoppen", sondern um Futter etc. heimzubringen.
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