Schlecker Österreich sieht Favoriten für Übernahme

Das Bangen, was nach dem Aus in Deutschland mit Schlecker Österreich passiert, ist noch immer nicht zu Ende

Wien - Der deutsche Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz will einen Favoriten für die Rettung der Drogeriekette Schlecker in Österreich ausgemacht haben. Mit einem Investor führe man vertiefte Gespräche und sei in der Due-Diligence, hieß es gestern, Freitag, aus seinen Reihen. Namen wurden keine genannt, man ziehe allerdings einen strategischen Käufer vor.

Der Industrielle Josef Taus, der sich mit der Handelsgruppe MTH für Teile des Standortnetzes interessiert, ist es jedenfalls nicht, erfuhr der Standard. Taus selbst will sich zu Schlecker nicht breit äußern. Nur so viel: Wenn er Filialen erhalte, sei es gut, falls nicht, "auch kein Problem". Es gebe genug andere Möglichkeiten, zu wachsen.

Die Favoritenrolle scheint auch Anton Stumpf nicht zu besetzen. Er hatte am Donnerstag eine Telefonkonferenz mit dem Bankhaus Rothschild und Schlecker-Veranwortlichen. Darin unterbreitete er seinen Übernahmevorschlag, der auf der vorangehenden Insolvenz der Kette basiert. Rechtsverbindliches gebe es bisher nichts, sagt er, auch keine Due Diligence.

Der frühere DM-Manager Manfred Laaber sammelt noch Geldgeber für einen Einstieg. Der Sanierer Erhard Grossnigg kommentiert sein kolportiertes Interesse nicht.

In den kommenden Tagen soll keine Insolvenz der Österreich-Tochter angemeldet werden, versichert man in Deutschland. Neuer Österreich-Geschäftsführer ist Johannes Zuber. Er entstammt der Mannschaft rund um Geiwitz. (vk, DER STANDARD; 7.7.2012)

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