Top-Manager unterschätzen PR und Kommunikation

6. Juli 2012, 12:39
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Umfrage unter rund 2.200 Kommunikationsprofis aus 42 Ländern zeigt Unkenntnis in Unternehmen

84 Prozent der europäischen Kommunikationsprofis glauben, dass ihr Top-Management die Notwendigkeit von PR nicht versteht. Das ist eines der zentralen Ergebnisse des European Communication Monitor (ECM) 2012, den die European Public Relations Education and Research Association (EUPRERA) und die European Association of Communication Directors (EACD) in Brüssel veröffentlicht haben. Laut der Studie, die von Ketchum Pleon gefördert wurde, nimmt auch der Beratungseinfluss der PR-Profis auf ihre Unternehmensleitungen ab: von 78 Prozent (ECM 2011) auf nunmehr 70 Prozent.

Sieben von zehn Organisationen messen der Kommunikation weiterhin einen hohen Stellenwert bei, zeigen die ECM Resultate 2012. Dies zeigt sich beispielsweise darin, dass hochrangige PR-Profis zu Top-Management-Meetings eingeladen werden. 77 Prozent der Befragten sehen eine wachsende Bedeutung von ethischen Fragen in der Kommunikation. "Gerade in Österreich sind diese Fragen in Hinblick auf die Branchenskandale der letzten Zeit besonders relevant", so Saskia Wallner, Geschäftsführerin von Ketchum Publico in Österreich, in einer Aussendung.

Drei Viertel der Befragten geben an, dass der Einfluss von Kommunikationsaktivitäten auf Ziele der Organisation schwer nachzuweisen ist. "Das ist aus meiner Sicht ein alarmierendes Ergebnis und verlangt danach, dass Kommunikationsprofis den Einfluss ihrer Arbeit auf den finanziellen Unternehmenserfolg deutlicher machen müssen. Erst das ermöglicht eine integrierte Zusammenarbeit mit dem Top-Management und entfaltet die ganze Kraft der PR in den Unternehmen", so Wallner. Dazu gehörten beispielsweise die Auswirkung von PR auf Markenwert, Verkaufszahlen und wirtschaftliches Wachstum. (red, derStandard.at, 6.7.2012)

Hinweis zur Studie

Der ECM wird regelmäßig von einem Verbund von elf europäischen Universitäten erstellt. In diesem Jahr wurden dafür im März 2.185 Kommunikations-Profis aus 42 europäischen Ländern befragt.

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