Sieben weitere Terrorverdächtige in England festgenommen

6. Juli 2012, 12:30
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Nach Waffenfund in Auto in Mittelengland - Laut BBC kein Zusammenhang mit Olympischen Spiele

London - Drei Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele in London hat die britische Polizei am Freitag die Festnahme von sieben weiteren Terrorverdächtigen bekanntgegeben. Die Männer stünden unter dem Verdacht, Terroranschläge vorbereitet, beauftragt oder zu Anschlägen angestiftet zu haben, gab die Polizei der Region West Midlands in Mittelengland bekannt.

Die Festnahmen hätten alle in den vergangenen Tagen stattgefunden, nachdem am vergangenen Samstag bei einer Kontrolle Waffen in einem Auto gefunden worden waren. Nach Angaben des Senders BBC besteht keine Verbindung zu den Olympischen Spielen, die Polizei äußerte sich zunächst nicht offiziell dazu.

Das Auto sei auf der Autobahn in der Grafschaft Yorkshire kontrolliert worden, weil der Verdacht bestand, es sei nicht versichert, erklärte ein Polizeisprecher. Bei einer Durchsuchung habe man dann unerwartet versteckte Schusswaffen und anderes Material gefunden.

Sechs der festgenommenen Männer seien zwischen 23 und 27 Jahre alt. Bei dem siebten Verdächtigen handle es sich um einen 43-Jährigen. Fünf von ihnen lebten in Birmingham. Derzeit untersuche man die im Auto sichergestellten Gegenstände, hieß es von der Polizei. Auch die Wohnungen der Verdächtigen seien durchsucht worden.

Am Donnerstag waren sechs Terrorverdächtige in London festgenommen worden. Auch dabei gab es laut Polizei keinen Zusammenhang mit den Olympischen Spielen, die am 27. Juli beginnen.

Aufgrund der sportlichen Großveranstaltung sind die Sicherheitskräfte in erhöhter Alarmbereitschaft. Die Terrorwarnstufe bleibt unverändert auf der 3. Stufe, was bedeutet, dass die Gefahr als "beträchtlich" und ein Terroranschlag als "stark wahrscheinlich" eingeschätzt werden. Die britische Polizei hatte im Zuge größer angelegter Anti-Terror-Maßnahmen in der jüngsten Vergangenheit bei mehreren Einsätzen Terrorverdächtige festgenommen. Viele wurden nach eingehenden Ermittlungen wieder auf freien Fuß gesetzt. Die britische Anti-Terror-Gesetzgebung erlaubt das Eingreifen der Polizei in sehr frühem Stadium.

Im Juli 2005, einen Tag nach Bekanntgabe der Vergabe der Spiele an London, wurden in der britischen Hauptstadt bei Selbstmordanschlägen auf U-Bahnen und einen Bus 52 Menschen getötet. (APA, 6.7.2012)

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