Humanitäre Helfer in Burma nach Unruhen festgenommen

6. Juli 2012, 08:27
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UNO verlangt Auskunft zum Schicksal Festgenommener

Rangun - Nach gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Muslimen und Buddhisten in Burma sind zehn humanitäre Helfer festgenommen worden. Die Mitarbeiter der Vereinten Nationen und anderer Hilfsorganisationen würden zu Verhören festgehalten, erklärte das UN-Büro zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) am Freitag. Die burmesische Regierung habe sich bisher nicht zum Schicksal der Festgenommenen geäußert.

Nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MFS) sind unter den Festgenommenen sechs einheimische Mitarbeiter, von denen einer inzwischen auf freien Fuß gekommen sei. Die Gründe für die Festnahmen seien unklar. Internationale Hilfsorganisationen hatten angesichts der Unruhen ihren Einsatz in dem südostasiatischen Land verstärkt.

Bei den Unruhen im Westen Burmas sind seit Anfang Juni mehr als 80 Menschen getötet worden, zehntausende Menschen flohen. Auslöser der Zusammenstöße war die Vergewaltigung und Ermordung einer Buddhistin. Im mehrheitlich buddhistischen Burma gibt es eine starke muslimische Minderheit, zu der auch knapp 800.000 Rohingya gehören, von denen die meisten im Staat Rakhine leben. Sie sind nicht burmesische Staatsbürger und in ihren Rechten stark eingeschränkt. Die UNO stufen die Rohingya als eine der am meisten verfolgten Minderheiten der Erde ein. (APA, 6.7.2012)

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