Kleist-Preis an Albert Ostermaier

25. Juni 2003, 20:04
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Der Dramatiker und Lyriker erhält die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung

Der Kleist-Preis geht in diesem Jahr an den Dramatiker und Lyriker Albert Ostermaier (35). Das teilte Günter Blamberger, Präsident der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft, am Mittwoch in Köln mit. Ostermaier sei einer der renommiertesten jungen deutschen Autoren, hieß es zur Begründung. Zu seinen Werken zählen "Radio Noir" (1999), "Autokino" (2001) und zuletzt "Vatersprache" (2003). Der mit 20.000 Euro dotierte Kleist-Preis wird im November in Berlin überreicht.

Ostermaier arbeitete unter anderem als Autor am Nationaltheater in Mannheim (1996/97) sowie für das Bayerische Staatsschauspiel (1997/98 und 1999/2000). Der Münchner wurde bereits mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnet, darunter 1997 mit dem Ernst-Toller-Preis, 1998 mit dem Übersetzerpreis des Goethe-Instituts für "Tatar Titus", 2000 mit dem Ernst-Hofrichter-Preis der Stadt München und im gleichen Jahr mit dem Autorenpreis des Heidelberger Stückemarktes für "Letzter Aufruf".

Der Schriftsteller hat sich auch als Hörspielautor einen Namen gemacht. "Radio Noir" wurde vom Bayrischen Rundfunk 2000 als Hörspiel produziert. Ostermaier besteche durch Vielschichtigkeit und Selbstreflexivität, heißt es in einem Kommentar auf der Website des Goethe-Instituts. Die Texte Ostermaiers seien eine wichtige Herausforderung an das Theater.

Mit dem renommierten Kleist-Preis wurden unter anderen auch Bertolt Brecht, Robert Musil, Anna Seghers sowie in den vergangenen Jahren Ernst Jandl und Judith Hermann ausgezeichnet. (APA)

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