Annan: Folter weltweit ausrotten

25. Juni 2003, 15:11
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Botschaft zum bevorstehenden Welttag gegen die Folter

New York - UN-Generalsekretär Kofi Annan hat die Staatengemeinschaft aufgerufen, sich hinter die Anti-Folter-Konvention und das im Dezember verabschiedete Zusatzprotokoll zu stellen. Dieses biete einen völkerrechtlichen Rahmen für den Besuch unabhängiger Institutionen bei Personen in Isolationshaft, betonte Annan am Mittwoch in einer Botschaft zum Welttag gegen die Folter (26. Juni). Es verbessere außerdem die Chance für den Dialog mit Regierungen, um Folter nicht nur auf dem Papier, sondern in der Praxis zu bekämpfen.

Die Vereinten Nationen seien fest entschlossen, Folter weltweit auszurotten, den Opfern zu helfen und ihre Peiniger zu überführen. "Aber es liegt noch ein langer Weg vor uns", sagte Annan. Die meisten Folteropfer hätten keine Chance, von ihrer Qual zu berichten. Das Vergehen sei nicht auf bestimmte Regionen oder politische Systeme beschränkt, sondern weit verbreitet.

Das Foltern von Menschen lasse sich weder politisch noch militärisch rechtfertigen. "Folter ist ein barbarischer Verstoß gegen die Menschenwürde und das Menschenrecht", bekräftigte Annan. Mit Spenden aus aller Welt habe die UNO-Stiftung für Folteropfer im vergangenen Jahr 200 regierungsunabhängige Organisationen und Projekte unterstützt, die wiederum 100.000 Betroffenen rechtlich, medizinisch, psychologisch oder finanziell unterstützt haben.(APA/dpa)

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    UN-Generalsekretär Kofi Annan: "Folter ist ein barbarischer Verstoß gegen die Menschenwürde und das Menschenrecht"

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