Gänserndorfer Asyl für eine Schimpansin

25. Juni 2003, 18:57
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"Lingoa" hatte zuvor in deutschem Freizeitpark unter unglücklichen Umständen ihr Leben gefristet

Gänserndorf - Der Safaripark Gänserndorf freut sich über einen Neuzugang: Am Dienstag ist "Lingoa" in ihrem neuen Zuhause angekommen. Die Schimpansin hatte einer Aussendung zufolge zwei Jahre im deutschen "Taunus Wunderland" ohne Partner und unter schlechten Haltungsbedingungen gelebt. Vor einigen Wochen erfuhren die zuständigen Beamten vom "hopE"-Primatenprojekt des Safariparks davon und nahmen bezüglich einer Übernahme Lingoas Kontakt auf.

Anfang April flog das Projekt-Team nach Deutschland, um festzustellen, ob das Tier gesund ist und in eine der Schimpansengruppen passen würde. Nachdem die Befunde zufrieden stellend waren, wurde der Termin für den Transport vereinbart. In den kommenden Wochen soll "Lingoa" nun behutsam mit ihren Mitbewohnern bekannt gemacht werden.

Pate gesucht

Nach Angaben des Safariparks erhält die Schimpansin durch ihren früheren Besitzer und durch eine Spendenaktion des Hessischen Rundfunks ein "Taschengeld". Da die Transport- und Haltungskosten damit nur zum Teil abzudecken sind, wird dringend ein "Pate" für das Tier gesucht.

Seit 1999 ist der Safaripark Gänserndorf eine Non-Profit-Organisation zum Wohl der Wildtiere. In den vergangenen Jahren wurden eine Auffangstation für Elefanten, ein Projekt für Raubkatzen und das größte Affenhaus Europas realisiert. Diese 6,5 Hektar umfassende, im April eröffnete Anlage beherbergt mehr als 30 Schimpansen und weitere 100 Affen sieben verschiedener Arten.(APA)

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