Bundesrechenzentrum will Dienstleister statt Verwalter werden

27. Juni 2003, 16:29
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"Elektronischer Akt" und SAP-Haushaltsverrechung wird gerade umgesetzt

Das Bundesrechenzentrum (BRZ) stellt sich auf die Anforderungen des eGovernment - der Zugang der Bürger zur öffentlichen Verwaltung über das Internet - ein. Gemäß einem Ministerratsbeschluss zur eGovernment-Offensive vom 13. Mai dieses Jahres soll das BRZ mehr Eigeninitiative bei der Akquisition von Bundesaufträgen entwickeln. Ziel sei es, Kosten durch die Nutzung von Synergien zu senken und den Bürgern einen direkteren Zugang zur Verwaltung zu er ermöglichen, so BRZ-Sprecher Wolfgang Rameder heute, Mittwoch, auf Anfrage der APA.

eEurope 2005

Damit komme man auch einer EU-Vorgabe (eEurope 2005) nach, die bis 2005 vorsieht, dass alle Amtswege auch über das Internet abgewickelt werden können. Rameder zeigt sich "sehr optimistisch", dass dieser Termin in Österreich gehalten wird.

Abgewickelt

Zu den bereits abgewickelten Projekten gehören laut BRZ "beispielsweise FinanzOnline und Help.gv.at, das Bürgerservice der Bundesregierung". Das umfangreichste Vorhaben - die Einführung des Elektronischen Aktes in der Bundesverwaltung - werde von der ARGE ELAK, dem die BRZ GmbH angehört, gemeinsam mit den Subunternehmern gerade umgesetzt.

Damit allen 12 Ministerien dieselbe technische Basis zur Verfügung steht, seien jedoch noch weitere große IT-Projekte nötig. Dazu gehöre unter anderem die SAP Haushaltsverrechnung, die noch in diesem Jahr in allen Ressortbereichen implementiert sein soll.

Das drittgrößte Rechenzentrum Österreichs

Das BRZ ist mit über 800 Beschäftigten nach eigenen Angaben das drittgrößte Rechenzentrum Österreichs. Das Unternehmen betreibt über 300 IT-Verfahren des Bundes und stellt IT-Infrastruktur österreichweit an 1.200 Standorten zur Verfügung. Damit halte das Bundesrechenzentrum in der Bundes-IT einen Marktanteil von rund 40 Prozent. (APA)

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