Graz: Termin für Thalia-Umbau fixiert

25. Juni 2003, 13:07
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Bauträger: "Geändert wird an der ursprünglichen Plänen nichts"

Graz - Der Um- und Ausbau der Grazer Thalia startet nach mehrmonatigen Verzögerungen aus denkmalschützerischen Gründen nun fix im Juli, erklärte Gerhard Gollenz, der Geschäftsführer des Bauträgers Acoton Projektmanagement am Mittwoch: "Von Seiten der ICOMOS gibt es keine Einwände, wir haben einen Baurechtsbescheid und nach langem Warten auch den Denkmalschutzbescheid ohne Auflagen. Geändert wird an der ursprünglichen Plänen nichts, jetzt wird gebaut wie eingereicht".

Das 15 Mill. Euro teure, großteils privat finanzierte Projekt umfasst ein Hotel, Büros, eine Spielstätte sowie Probebühnen für die Oper. Die Kosten der Verzögerung bezifferte Gollenz mit "rund 400.000 Euro". "In den ersten Julitagen wird mit dem Abbruch der hinteren Gebäude begonnen", so Gollenz. In rund einem Monat wird dann zunächst mit dem Rohbau des neuen Bühnenbereiches begonnen, der Ende 2004 übergeben werden soll. Ab Frühjahr 2004 geht der vordere Hotel- und Bürokomplex in Bau. Er soll Ende 2005 fertig gestellt sein.

Ende 2002 hätte die "Thalia Neu" eröffnet werden sollen - nun steht zumindest der Beginn der Umbaus in Aussicht. Das Konzept von Architekt Heiner Hierzegger sieht die Einrichtung der Probebühnen für die Vereinigten Bühnen im denkmalgeschützten Bereich der Thalia vor. Für diesen Teil tragen Stadt und Land die Kosten von rund sechs Millionen Euro. Der private Investor Acoton, der den Großteil der Finanzmittel einbringt, erhält die Erlöse aus dem Cafe-, Hotel- und Geschäftsteil.

Die Pläne für den Hotel- und Bürokomplex wurden nach langen Beratungen mit Denkmalschutz, Naturschutz und Altstadtkommission mehrfach adaptiert. Letztlich wurde zu Beginn des Jahres der Bau auch noch auf seine "Weltkulturerbe-Verträglichkeit" durch die von der UNESCO beauftragte Organisation ICOMOS geprüft und kritisch beurteilt. Die Grazer Altstadtsachverständigenkommission (ASVK) sprach sich gegen das voluminös dimensionierte Projekt "in Augenhöhe" der Oper aus, auch der Denkmalschutz hegte Bedenken. (APA/red)

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