Todesurteil für 15.000 Kängurus

25. Juni 2003, 12:39
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Australische Armee will Tierquote auf Übungsgelände in Victoria erneut senken - Tierschützer kündigen Proteste an

Canberra - Die australische Armee will auf einem Übungsgelände im Südosten des Landes 15.000 Kängurus töten. Weil die Tiere die Umwelt auf dem Gelände gefährden würden, habe die Regierung des Staates Victoria ihre Einwilligung zu der Tötungsaktion gegeben, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Mittwoch in Canberra.

Laut einer Zählung vom April leben auf dem 42.000 Hektar großen Gelände 36.000 Kängurus. Wegen der gegenwärtigen Dürre könne das Gebiet aber nur 10.000 Tiere ernähren, erklärte ein Armeesprecher. Das Land sei überweidet.

Wiederholte Aktion

"Wir wollen nicht, dass dieses Gebiet zu einem Staubbecken mit Bodenerosion wird, das ist keine realistische Übungsumgebung", sagte der Sprecher. Bereits im vergangenen Jahr wurden auf dem Stützpunkt 100 Kilometer nördlich von Melbourne mehr als 20.000 Kängurus von Jägern getötet.

Das Gelände ist von einem 1,8 Meter hohen Elektrozaun umgeben. Tierschützer haben Proteste gegen die Tötungsaktion angekündigt. Die Kängurus seien ohnehin von der anhaltenden Dürre dezimiert worden. Nach Auffassung der Tierschützer stellt der Zaun das Problem dar, weil er die Kängurus am Verlassen des Geländes hindere. (APA/AP)

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