Degen: Marik siegte bei Weltcup in Havanna

25. Juni 2003, 17:59
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Im Finale Lokalmatador Carillo bezwungen - Chancen auf Weltcup-Trophäe gewahrt

Havanna/Kuba - Für Degen-Fechter Christoph Marik hat sich die Reise nach Kuba wirklich gelohnt. Der 25-jährige Niederösterreicher feierte am Dienstag Abend in Havanna seinen dritten Erfolg in dieser Weltcup-Saison nach Budapest und Tunis sowie den insgesamt sechsten seiner Karriere. Mit dem halben Dutzend zog der Bundesheer-Zugsführer auch mit dem in der Weltrangliste führenden Franzosen Fabrice Jeannet gleich.

Marik bezwang im Endgefecht den Kubaner Andres Carrillo knapp 15:13. Und das, obwohl der für den HSV Wr. Neustadt startende Bad Vöslauer gehandicapt zur Vorschlussrunde und zum Finale angetreten war. Der Niederländer Wouter den Otter hatte dem Österreicher nämlich im Viertelfinale ein Cut zugefügt. Jörg Mathe (Balmung Wien), der zweite Österreicher, der in Kuba an den Start gegangen war, stieß in die Runde der letzten 32 vor.

Chance auf Titelverteidigung gewahrt

Marik bekam für seinen Triumph nicht die 32, sondern nur zwei Punkte in der Weltrangliste gutgeschrieben. Denn die 30 Zähler von Taiwan, das "älteste" Resultat, fallen aus der Wertung. Es genügte aber, um mit nunmehr 229 Punkten den in Kuba nicht auf die Planche getretenen Spitzenreiter Jeannet gleichzuziehen. Marik wahrte gleichzeitig seine Chance, die im Vorjahr gewonnen Weltcup-Trophäe erfolgreich zu verteidigen.

Viel wichtiger ist dem sich eher bescheiden gebenden Degen-Fechter aber Olympia 2004. Aus diesem Grund lässt Marik auch die am Wochenende in Frankreich beginnenden Europameisterschaften links liegen. Der Weg nach Athen führt über den Weltcup bzw. die Weltrangliste, daher eilt er derzeit von Turnier zu Turnier. Am Donnerstag übersiedelt Marik nach Puerto Rico, am 2. Juli reist der Jus-Student nach einem kurzen Zwischenstopp in der Heimat nach Teheran und am 14. Juli nach Sydney. (APA)

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    Andres Carrillo aus Kuba, Christop Marik sowie die Bronze-Gewinner Weston Kelsey aus den USA und der Deutsche Wolfgang Reich.

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    Der Moment des Sieges.

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