Viele Pflichten, wenig Rechte

25. Juni 2003, 13:11
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Geringfügig Beschäftigte: Löchriges Arbeitsrecht, Benachteiligungen im Steuerrecht - Ihre Zahl hat wieder einen neuen Rekordwert erreicht

Wien - Die Zahl der geringfügig Beschäftigten hat im Mai mit 220.013 einen neuen Rekordwert erreicht. Nach Angaben des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger waren 63.916 Männer und 156.097 Frauen geringfügig beschäftigt. Dazu kommen noch rund 25.000 so genannte Freie Dienstverträge im abgelaufenen Monat, wobei hier die Aufteilung nach Frauen und Männern praktisch gleich ist.

Der Freie Dienstnehmer gilt in der Sozialversicherung zwar als Unselbstständiger, aber in allen anderen Bereichen als Selbstständiger. Das heißt, im steuerlichen Bereich ist er einkommenssteuerpflichtig, im Arbeitsrecht gelten überhaupt keine Normen, er hat keinen Urlaubsanspruch, keinen Abfertigungsanspruch und keinen Entgeltfortzahlungsanspruch im Krankheitsfall.

1998 wurden geringfügig Beschäftigte in die Sozialversicherung aufgenommen. Sie können selbst entscheiden, ob sie Sozialversicherungsbeiträge bezahlen wollen oder nicht. Für den Dienstgeber ist die Entrichtung von Sozialversicherungsbeiträgen dann Pflicht, wenn er mehrere geringfügig Beschäftigte angestellt hat, die zusammen mehr als das Eineinhalbfache der Geringfügigkeitsgrenze (derzeit 301,54 Euro/4.149,28 Schilling) verdienen. (APA)

  • Geringfüg beschäftigt sein heißt viele Nachteile in Kauf nehmen.
    montage: derstandard.at

    Geringfüg beschäftigt sein heißt viele Nachteile in Kauf nehmen.

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