Armee räumt Siedler-Außenposten im Westjordanland

25. Juni 2003, 07:45
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Genfer Konvention verbietet Transfer der Bevölkerung der Besatzungsmacht in besetztes Gebiet

Jerusalem - Die israelische Armee hat einen ohne Erlaubnis der Besatzungsbehörden errichteten jüdischen Siedler-Außenposten im Westjordanland geräumt. Der in der Nacht auf Mittwoch aufgelöste Vorposten auf der Anhöhe von Givat Harsina habe lediglich aus einigen Zelten bestanden, erklärte ein Armeesprecher. Der vom so genannten Nahost-Quartett (USA, UNO, EU, Russland) entworfene Friedens-Fahrplan (Roadmap), der bis 2005 zur Errichtung eines unabhängigen palästinensischen Staates führen soll, fordert die Beendigung des völkerrechtswidrigen Siedlungsbaus.

In 150 größeren Siedlungen im besetzten Westjordanland und Gaza-Streifen leben etwa 230.000 Israelis. Nach internationalem Recht (Vierte Genfer Konvention) ist der Transfer der Bevölkerung der Besatzungsmacht in besetztes Gebiet illegal.

Die israelische Armee hatte die Räumung so genannter Vorposten jüdischer Siedler in den besetzten Gebieten in der vergangenen Woche unterbrochen. Seit der Regierungsübernahme von Premier Ariel Sharon im März 2001 haben Siedler mehr als 60 nicht genehmigte Vorposten errichtet, zu deren Beseitigung sich Sharon auf dem Nahost-Gipfel von Akaba verpflichtet hatte. (APA)

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