Grupp dementiert Interesse an "Schiene"

24. Juni 2003, 20:09
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Deutscher Industrieller mit Interessenskonflikts in seiner Funktion im voestalpine-Aufsichtsrat

Wien - Der deutsche Industrielle und voestalpine-Aufsichtsrat Cornelius Grupp dementierte am Dienstagabend gegenüber der APA ein ihm nachgesagtes Interesse an der steirischen Division Eisenbahnsysteme der voestalpine. "Ich habe keinerlei Interesse am Bereich Schiene der voestalpine", sagte Grupp.

In den vergangenen Tagen war im Zug der Diskussion um die Privatisierung der voestalpine immer wieder Grupps Name im Zusammenhang mit der steirischen Division Eisenbahnsysteme gefallen. Grupp ist allerdings im Aufsichtsrat der voestalpine vertreten, weshalb unter anderem Grünen-Chef Alexander Van der Bellen einen Interessenskonflikt ortete. Genau dieses Problems sei er sich auch bewusst, so der Industrielle. "Ich bin Jurist, das wäre ein ganz offensichtlicher Interessenskonflikt", stellte Grupp klar.

Erbost über Berichte

Erbost zeigte sich Grupp daher Dienstag Abend über entsprechende Medienberichte und nannte dabei "Kronen Zeitung" und "profil". Man habe sich aus einer allgemeinen Anfrage seinerseits im Aufsichtsrat vor eineinhalb Jahren zur Zukunft der voestalpine dieses sein Interesse "aus den Fingern gesaugt". Das sei eine "riesige Sauerei" und "Ruf schädigend" und könne von ihm, Grupp, so nicht mehr hingenommen werden. Er erwäge daher auch rechtliche Schritte gegen die genannten Medien.

Dass er kein Interesse an der Division Eisenbahnsysteme habe, habe er im Übrigen auch am 6. Juni in einem Schreiben an den Aufsichtsratsvorsitzenden der voestalpine, Rudolf Streicher, klargestellt, betonte Grupp. (APA)

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