Landesregierung NÖ beschließt Vogelschutzrichtlinie

25. Juni 2003, 11:54
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21 Prozent der Landesfläche werden als schützenswert bezeichnet

St. Pölten - Die NÖ Landesregierung hat in ihrer Sitzung am Dienstag einstimmig die Umsetzung der Natura 2000 Vogelschutzrichtlinie beschlossen. 21 Prozent der Landesfläche, darunter auch etliche von der EU eingeforderte Gebiete, werden demnach als schützenswert genant.

In der ursprünglichen Meldung an die Union im Jahr 1998 waren es noch 31 Prozent gewesen. Die endgültige Flächenabgrenzung soll zwecks Einarbeitung aktueller ornithologischer Erkenntnisse bis Oktober erfolgen.

Neu nominierte Gebiete

Als Vogelschutzgebiete neu nominiert wurden etwa - wie auch von der EU gefordert - der Truppenübungsplatz Allentsteig, Teile des südlichen und westlichen Waldviertels sowie des Marchfelds. Zurückgenommen wurden Gebiete wie die Hundsheimer Berge, Strudengau-Nibelungengau, Thayatal bei Hardegg und Bisamberg. Reduktionen von Flächen betrafen unter anderem die nordöstlichen Randalpen und Alpenvorlandflüsse.

EU-Verfahren vermutlich erspart

Durch den Regierungsbeschluss sei es sehr wahrscheinlich, dass sich Österreich ein Rechtsverfahren der Europäischen Kommission erspart, stellte der für Naturschutz zuständige Landesrat Emil Schabl (S) fest. Er bezeichnete darüber hinaus Rechtssicherheit als "wichtig für den Wirtschaftsstandort Niederösterreich".

Zufrieden zeigte sich auch Umweltlandesrat Wolfgang Sobotka (V). Der beschlossene Entwurf erfülle die an ihn gestellten Anforderungen. Er sei wissenschaftlich fundiert, berücksichtige so die Bedürfnisse der zu schützenden Vogelarten "und verhindert Spannungen mit den Betroffenen in der Landwirtschaft, der Wirtschaft der Gemeinden und der Bevölkerung". Wie Schabl verwies auch Sobotka darauf, dass der Beschluss für Rechtssicherheit sorge. (APA)

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