Deutsche Zeitungen protestieren gegen Preispolitik der dpa

24. Juni 2003, 16:47
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13 Blätter wollen am Mittwoch auf die Dienste der Nachrichtenagentur verzichten

13 deutsche Tageszeitungen wollen nach kress-Informationen am Mittwoch auf die Dienste der Deutschen Presse-Agentur (dpa) verzichten. Damit wollen die Zeitungsverlage gegen die Preispolitik der deutschen Nachrichtenagentur protestieren. Am Mittwoch treffen sich die dpa-Gesellschafter in Hamburg zu ihrer jährlichen Hauptversammlung.

Die Aktion geht auf die Initiative der "Passauer Neuen Presse" ("PNP") zurück. Alle Versuche, die Agentur zu flexiblen Angeboten zu veranlassen, seien bisher fehlgeschlagen. Es gehe den Verlagen keineswegs darum, dauerhaft auf dpa zu verzichten oder die Qualität zu kritisieren, so "PNP"-Chefredakteur Michael Backhaus. Es könne aber nicht sein, dass die Verlage Personal abbauten sowie Umfänge der Zeitungen reduzierten, und die Preise unverändert blieben.

dpa hatte in der Vergangenheit wiederholt darauf verwiesen, ihre Preise seien seit zehn Jahren unverändert. Dem halten die protestführenden Verlage entgegen, dass die Agentur schon seit langer Zeit nicht mehr ihre Preise durchsetzen könne.

Neben der "PNP" verzichten am Mittwoch folgende Zeitungen auf dpa: "Westdeutsche Allgemeine", "Mittelbayerische Zeitung", "Sächsische Zeitung", "Westdeutsche Zeitung", "Westfälische Nachrichten", "Märkische Allgemeine", "Schweriner Volkszeitung", "Nordkurier", Hessische/Niedersächsische Allgemeine", "Münchner Merkur", "Volksstimme Magdeburg" und "Ostsee-Zeitung". (red)

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