19-jähriger Vorarlberger Bergsteiger tot geborgen

24. Juni 2003, 12:02
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Gleichaltriger Kollege erlitt schwere Verletzungen - Nach den beiden war seit Sonntagnacht gesucht worden

Nach mehr als 30 Stunden fieberhafter Suche wurden zwei 19 Jahre alte Vorarlberger am Dienstag gegen 10.00 Uhr aufgefunden. Die Burschen waren am späten Sonntagnachmittag zu einer Klettertour im Gemeindegebiet von Hohenems (Bez. Dornbirn) aufgebrochen und seither vermisst. Einer der Burschen konnte nur mehr tot geborgen werden, der andere war schwer verletzt.

Die beiden jungen Männer begaben sich am Sonntag gegen 17.00 Uhr auf eine Bergtour im Gemeindegebiet Götzis/Hohenems. Sie wollten den Kapf-Klettersteig begehen und über die Alpe Gsohl nach Hohenems absteigen. Die beiden galten als erfahrene Alpinisten. Der eine, Bernhard Barbisch, Sohn des Chefs der Vorarlberger Bergrettung Gebhard Barbisch, hatte eine Bergretter-Ausbildung. Sein Kollege, der 19 Jahre alte Johannes Reis, Sohn der ÖVP-Landtagsabgeordneten Monika Reis, galt ebenfalls als versierter Kletterer.

Suchaktion

Als die beiden Burschen um Mitternacht noch nicht zu Hause angekommen waren, startete die Bergrettung eine groß angelegte Suchaktion, an der mehrere Hubschrauber beteiligt waren. Trotz intensiver Suche konnten die beiden Vermissten erst am Dienstagvormittag gefunden und vom Hubschrauber des Innenministeriums sowie vom ÖAMTC-Hubschrauber "Christophorus 8" geborgen werden.

Nach Auskunft von Einsatzleiter Franz Sattler von der Bergrettung Hohenems waren die beiden Burschen auf dem Weg nach Hohenems im Bereich Gsohlkopf in steilem, unwegsamem Gelände abgestürzt. Für Johannes Reis kam jede Hilfe zu spät. Er konnte nur mehr tot geborgen werden. Bernhard Barbisch überlebte den Absturz mit schweren Verletzungen. (APA)

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