Österreich setzt Kampagne "Wasserleben" fort

25. Juni 2003, 10:42
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Bis 2004 sollen zwölf Vorzeige-Projekte realisiert sein

Wien - "Wasserleben", die vor 16 Monaten von Umweltministerium, Naturschutzbund und Bundesforsten initiierte österreichweite Kampagne zum Schutz von Feuchtgebieten geht in Phase II und wird, wie Umweltminister Josef Pröll (V) am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien ankündigte, um einen wesentlichen Schwerpunkt erweitert. Möglichst bis 2004 sollen zwölf Vorzeige-Projekte realisiert sein und "Handlungsanleitungen" für weitere Vorhaben darstellen.

Best Practice-Projekte für bestimmte Schutzziele

Jedes der Best Practice-Projekte - zumindest eines in jedem Bundesland - steht für ein bestimmtes Schutzziel und soll zeigen, wie der Schutz von Wasserlebensräumen funktionieren kann. Als Beispiele nannte Naturschutzbund-Geschäftsführerin Birgit Mair-Markart den landwirtschaftlich intensiv genutzten Bereich Lange Luß an der March in Niederösterreich, in dem es immer wieder zu Überschwemmungen kommt und der in eine Wiesenlandschaft rückgeführt werden soll.

Der Großedlinger Teich in Kärnten, ein Vogelschutzgebiet, drohte zu verlanden und wurde wieder "bewässert". Der Raab in der Oststeiermark, "ordentlich" reguliert, wurde im Rahmen einer Bausteinaktion etwas von ihrem ursprünglichen Zustand zurückgegeben: Altarme wurde angebunden, statt Äcker gibt es wieder mehr Wiesen.

An der Kampagne sollen sich wieder Landregierungen, Landwirtschaftskammern, Gemeinden, Schulen und NGOs beteiligen. Zentrales Ziel bleibt die Bewusstseinsbildung mit Veranstaltungen und breiter Informationsarbeit, für die ein Ausstellungskonzept entwickelt wird, das vor allem Schulen und Gemeinden angeboten wird. (APA)

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    Projekt "Wasserleben - Kampagne zum Schutz österreichischer Feuchtgebiete" im letzten Jahr. Der sogenannte "Überschuss" der Kläffer-Quelle bei Wildalpen in der Steiermark.

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