Raststätten: Wenig Freude für Reisende

24. Juni 2003, 11:49
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65 Raststätten auf Transitrouten in fünf europäischen Ländern im Test - Österreichische Kandidaten schnitten schlecht ab

65 Rastanlagen auf Transitrouten in fünf europäischen Ländern hat der ADAC getestet. Der Sieger stammt aus Deutschland, die fünf geprüften Österreichischen Betriebe erhielten schlechte Noten. Der Service wurde positiv beurteilt, Mängel gab es aber vor allem bei den Außenanlagen und der Verkehrssicherheit. Insgesamt erreichte Guntramsdorf an der Südautobahn (A2) in Niederösterreich als bester heimischer Kandidat Platz 19 im Gesamtranking.

"Mangelhaft"

Mit "mangelhaft" (St. Valentin) oder "sehr mangelhaft" (Kammern, Auhof) fielen drei der fünf in Österreich getesteten Betriebe heuer glatt durch, so der ADAC. Guntramsdorf und Bad Fischau erreichten "ausreichend". Nur in drei Betrieben überzeugte die Qualität in Service und Küche. Kammern und Auhof fielen im Bereich Gastronomie durch. Bei der Bewertung der Hygiene wurde ein Mal "gut", aber auch zwei Mal "sehr mangelhaft" vergeben.

Kein einziges "Sehr gut"

Insgesamt vergaben die Tester kein einziges Mal "sehr gut", sechs Mal griffen sie zu "sehr mangelhaft". Das Urteil "mangelhaft" erhielten 13 Kandidaten, somit fielen 19 aller getesteten Betriebe durch. 17 Rastanlagen wurden mit "gut" ausgezeichnet. 29 Testobjekte schafften es mit "ausreichend" gerade noch im positiven Bereich, so der ADAC.

Testsieger wurde die Raststätte Im Hegau West an der A 81 zwischen Singen und Stuttgart in Deutschland. Positiv wurden die geräumige und ruhige Anlage sowie die Erholungsanlagen und Spielplatz bewertet.

Schlusslicht Italien

Als beste ausländische Raststätte zeichneten die deutschen Tester das Centre de la France-Farges-Allichamps an der A 71 zwischen Orleans und Clermont-Ferrand in Frankreich aus, das im Gesamtranking auf Platz neun landete. Die schweizer Betriebe erreichten drei Mal "ausreichend", ein Mal "mangelhaft". Schlusslicht war Italien. Neben einem reduzierten Angebot wurden auch Schwächen bei der Verkehrssicherheit kritisiert. Der Kaffee schmeckte den deutschen Experten aber besser als in allen anderen Ländern.

Große Preisunterschiede

Kritik gab es für die zum Teil gewaltigen Preisunterschiede: 0,3 Liter Wasser in der Gastronomie kosteten zwischen 0,40 Euro in Italien und 2.94 Euro in der Schweiz. Eine Tasse Kaffee kostete in Italien 1,10 Euro, im Inntal in Deutschland wurden 2.90 Euro kassiert. Nur in Italien gab es übrigens keine einzige negative Note für zu hohe Preise.

Die Schwachpunkte

Schwachpunkte sind laut ADAC aber die Punkte Verkehrssicherheit und Außenanlagen. Fußgänger sind durch die zufahrenden Wagen gefährdet. Oft fehlt es an Picknicktischen, attraktiven und sicheren Kinderspielplätzen. Selten finden sich zusätzliche Erholungsangebote wie Sonnenliegen, Streichelzoo oder Fitnesspfad.

Immerhin 85 Prozent aller getesteten Rastanlagen waren rollstuhlgerecht gebaut, erklärten die Tester. Hygiene und die Familienfreundlichkeit waren aber oft Schwachpunkte. (APA)

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ADAC
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    Raststätten im Test - Schlechte Noten für Österreich

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