Der Browser der Zukunft wird geknickt und gebogen

24. Juni 2003, 11:40
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Er soll in ein Portemonnaie passen

Frankfurt/Main - Computer werden immer kleiner. Erst wanderten sie in den Aktenkoffer, dann in die Westentaschen, schon bald sollen sie ins Portemonnaie passen. Aber wie soll dann der Browser gesteuert werden, wenn schon der Platz für Buttons, geschweige denn eine Tastatur fehlt?

Wie das britische Wissenschaftsmagazin "New Scientist" berichtete, entwickeln Forscher im Sony-Labor in Tokio derzeit Kleinstcomputer, die in einer etwas dickeren Folie sitzen und die einfach etwas gebogen werden, um zum Beispiel auf einer Landkarte umher zu wandern und Ausschnitte zu vergrößern.

"Gummi"

Ein Gerät, das die Funktionsweisen der biegsamen Folien zeigt, wurde unter dem passenden Namen Gummi entwickelt, was kein Zufall ist, denn es stammt vom Deutschen Carsten Schwesig. Dazu gibt es auf einer Sony-Web-Seite auch ein Video.

Sony denkt den Angaben zufolge an die Entwicklung von Geräten in der Größe von Kreditkarten zum Beispiel mit Stadtplänen für Touristen. Sie sollen aus mehreren flexiblen Schichten mit eingebauten Sensoren bestehen. Schwesig entwickelte auch schon ein Spiel, einen Web-Browser und eine einfache Texteingabe auf der Basis der biegsamen Folien. (APA/AP)

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