Mit elf Paten durchs Traineeprogramm

24. Juni 2003, 11:35
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T-Systems Austria geht beim Recruiting neue Wege und hat sich elf Trainees ins Boot geholt - Die bekommen einen persönlichen Paten und auch einen Mentor zur Seite gestellt und haben bereits die ersten Schritte ins künftige Berufsleben getan - Daneben gibt es zahlreiche Schulungseinheiten, auf dass aus ihnen ein erfolgreiches Vertriebsteam für die expandierende Telekom-Tochter werde - Teil 25

Michal Mildner, geboren in Warschau, ist 23 Jahre und weiß, was er (werden) will: "Zielorientiert auf Menschen zugehen, vertrauenswürdig erscheinen und Vertrauen mit Kunden aufbauen" - mit einem Wort: ein toller Sales Manager werden. Und zwar bei T-Systems Austria, das ihn gemeinsam mit sieben anderen Burschen und drei jungen Mädchen am 1. Juni als Trainee aufgenommen hat.

In 18 Monaten soll er seinen Wunsch - eben ein toller Verkäufer für alle Produkte von T-Systems aus dem Bereich von Informationstechnologie und Telekommunikation zu sein - verwirklicht haben. Bereits am zweiten Tag haben er und seine nunmehrigen Kollegen nicht nur einen Laptop und ein Handy, sondern auch einen Mentor und einen Paten zur Seite gestellt bekommen. Der Mentor ist sozusagen für die nächsten eineinhalb Jahre sein Boss, dem er auch disziplinär untersteht, den Paten hat er für die nächsten drei Monate, dann wechselt der Trainee in die nächste Abteilung und bekommt einen neuen Paten. Gefunden hat man Mildner und seine zehn Kollegen auf verschiedensten Wegen: Er selbst hatte schon vorher, nachdem er den MBA der Webster-Universität gemacht hatte, von der Tochter der Telekom gehört und auf der Karrieremesse der WU im März Kontakt aufgenommen.

"Sie sind im Boot"

Dann, erzählt er, sei es ruckzuck gegangen: ein erstes Interview gleich auf dem Messestand, eine Kontaktaufnahme am nächsten Tag - ein weiteres Interview in einem von T-Systems mitorganisiertem Treff in einem Assessment-Center mit Rollenspielen und dem Lösen von Fallbeispielen und letztlich die Meldung: "Sie sind im Boot." Mit einem Vertrag auf 18 Monate und einem Brutto-Monatsgehalt von 2000 Euro, wobei zehn Prozent variabel sind. Genauso zügig geht auch die Schulung vor sich: erstes Treffen am 2. Juni, Aufteilung in die einzelnen Bereiche, vergangenen Freitag ganztägig Vorstellung des Vertriebsmodells von T-Systems, der Prozessschritte, Instrumente und Hilfsmittel. Am 24. und 25. Juni im Nationalpark Illmitz ein Basic-Sales-Training, ein Monat später am Hafnersee in Kärnten drei Tage effizientes Arbeiten im Team, dann ein Besuch bei der deutschen Konzernmutter mit Vorstellung des Konzerns, seiner Struktur und Organisation. Im Herbst gibt es dann Seminare für Präsentationstechnik für Vertragsgestaltung und Qualitätsmanagement.

Im kommenden Jahr werden die Trainees in das bestgehende Sales-Empowerment-Programm integriert, die Ausbildungsschritte finden gemeinsam mit den bestehenden Mitarbeitern statt, die natürlich auch den Segnungen der betrieblichen Fort-und Weiterbildung nicht entraten müssen (oder dürfen).

Das heißt natürlich nicht, dass die elf Trainees die übrige Zeit gebannt ihren Paten über die Schulter schauen und bei einem gelungenen Abschluss applaudieren, sie sind bereits vom ersten Tag an mit eingespannt. Michal Mildner war schon am zweiten Tag bei einer Kundenveranstaltung mit dabei und hatte assistiert, wie er überhaupt dem Ganzen im Beisein einiger Mitarbeiter von T-Systems das Kompliment macht, er fühle sich nach 14 Tagen so, als wäre er schon viel länger dabei. (DER STANDARD Printausgabe, 21./22.6.2003, pest)

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