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"Ollanta - Mörder"-Graffiti in Cajamarca

Solidaritätsproteste in Lima.

Marco Arana mit Bianca Jagger bei 'Cinema for Peace 2011' in Berlin
Perus Präsident Ollanta Humala, der vor einem Jahr mit dem Versprechen, er wolle das Land "für alle gerechter" machen, sein Amt antrat, sieht sich zunehmender Kritik von links und rechts ausgesetzt. Viele seiner bisherigen Unterstützer sind empört über den Polizeieinsatz gegen Demonstranten, der diese Woche fünf Todesopfer und zahlreiche Verletzte forderte.
Laut Angaben von Ärzten setzt die Polizei dabei auch scharfe Munition ein. Das Innenministerium bestreitet dies und betont, dass die Sicherheitsbeamten lediglich Gummigeschoße und Tränengas verwenden, obwohl sie immer wieder mit Schusswaffen angegriffen würden.
Präsident schweigt
Humala selbst ist seither auf Tauchstation: der Ex-Offizier hütet sich, zu den Protesten gegen die geplante Gold-Kupfer-Mine in der Provinz Cajamarca Stellung zu beziehen. Das umstrittene Großprojekt soll die nahegelegene Goldmine Yanacocha ablösen, die langsam erschöpft ist. Beim Goldabbau wird hochgiftiges Zyanid eingesetzt, weshalb sich die Bewohner der Region Sorgen um ihre Wasserversorgung machen.
Auch die Bewässerung der Felder ist gefährdet, da sich die Goldvorkommen unter vier Seen befinden. Die Betreiberfirma hat zugesagt, stattdessen Speicherseen zu errichten.
Sogar Ex-Priester Marco Arana, 2010 mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet, wurde am Mittwoch kurzzeitig festgenommen. Die Regierung wirft dem Gründer der Umwelt- und Menschenrechtsorganisation Grufides und Anführer der linken Öko-Partei "Tierra y Libertad" vor, bei Kundgebungen zu Gewalt aufgerufen zu haben.
Am Freitag wurde Arana freigelassen. Er berichtet von Polizeiübergriffen: die Beamten hätten ihn ins Gesicht und auf die Nieren geschlagen, teilte er auf Twitter mit.
Peru ist der fünftwichtigste Goldproduzent der Welt. In den legalen Minen des Landes werden mit rund 182 Tonnen pro Jahr etwa 40 Prozent des Goldes in Lateinamerika hergestellt. (bed/derstandard.at, 6.7.2012)
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die Zeiten des freien, ungestraften Plünderns neigen sich dem Ende zu. Stellt Euch vor, in Euren Kolonien haben die Menschen lesen und schreiben gelernt. Sie haben kapiert, dass sie nicht dazu da sind, für Euren Wohlstand ihr Leben verschrotten zu lassen. Jetzt is nix mehr mit gekauften Regierungen. Jetzt müsst Ihr Euch was anderes einfallen lassen. Pleite seid Ihr auch noch. Oje. Das sieht nicht gut aus. Ohne Euch - dem Land der Freiheit, dem Land Gottes - ist die Welt besser dran. Das dämmert mittlerweile vielen Menschen. Zum Glück.
Super Vergleich, gell?
In Libyen und Syrien fährt die ganze Armee auf,
mit Panzern, Artillerie, Raketenwerfern, Kampfhubschraubern, etc.
Da sehen sie keinen Unterschied?
Na dann, das ist die vielgerühmte "differenzierte Sichtweise" der Standard Kampfposter , gell?
wollen Sie vielleicht die Qualitäten der Niederschlagung freier Meinungsäußerung diskutieren? Gehören Sie zu denen, die solchen Anfängen nichts entgegensetzen, nur weil die Waffen nicht großkalibrig genug sind? Was hätten Sie den gerne?
Ich bin neugierig was Ihre Meinung dazu wäre, wenn Sie einen Gummiknüppel ins Gesicht bekämen, weil Sie Ihre Meinung kundgetan haben. Würden Sie dann noch nach Panzern und Kampfjets verlangen, bevor sie von Unterdrückung ausgehen?
ist bestenfalls quantitativ gegeben, weil das ausmaß der gewalt in syrien weit höher liegt. aber qualitativ ist es dasselbe, hier wie dort wendet ein staat massive gewalt gegen demonstranten an und in beiden fällen gibt es tote. wenn Sie diese parallele nicht erkennen, dann muss man Ihnen wohl doppelmoral vorwerfen, da für Sie die opfer des einen konfliktes mehr zählen.
Wer solche unqualifizierten Fragen stellt, ist einer.
Die Situation in Peru und die in Syrien/Libyen sind völlig verschieden.
Wer da eine Gemeinsamkeit konstruiert, und gewissen westlichen Politikern Doppelmoral vorwirft, ist ein Kampfposter.
sind es nicht nur die bauern, die befürchtungen haben. es gibt auch reichlich wissenschaftliche studien, die hinlänglich bewiesen haben, dass der industrielle bergbau die gewässer kontaminiert, den grundwasserspiegel absenkt und dadurch den bauern das lebensnotwendige wasser abgräbt. die proteste gegen den bergbau sind in ganz lateinamerika verbreitet und zwar aus gutem grund. während die konzerne irgendwelche gerüchte in die welt setzen, dass angeblich arbeitsplätze geschaffen und steuern gezahlt werden, werden durch den bergbau die lebensgrundlagen der menschen vor ort zerstört.
beschreiben, resultiert aus einem Neoliberalismus, dem wir (auch in Europa) immer mehr ausgesetzt sind. Verantwortung gegenüber Menschen oder Resourcen kommt als Vokabel bei diesem Wirtschafts,- und Gesellschaftssytem nicht vor. Es ist eine schleichende Entwicklung die bei uns bereits mit dem Ende der 90iger Jahre eingesetzt hatte und ihren vorläufigen Höhepunkt zwischen 2001 und 2007 erreichte. Mittlerweile geht diese Entwicklung auf Euopaebene munter weiter. Ein achtsames Auge und eine kritischere Betrachtungsweise ist daher von Nöten. Vor allem müssen entsprechende, soziale Medien, ordentlich Dampf gegen diese Entwicklung machen und die Menschen aufklären, dass ein dagegenhalten erforderlich ist. Schöne Worte allein helfen nicht.
die ursache der probleme heisst kapitalismus und nicht neoliberalismus. der neoliberalismus ist die aktuelle, besonders verschärfte variante des kapitalismus, man kann ihn also nicht unabhängig vom kapitalismus betrachten.
auf was bitteschön, wer sich nicht selbst zumindest ein bißchen engagiert oder "zufällig" einen Job im sozialen Bereich innehat ist doch auch nur ein Mitläufer und somit Helfeshelfer der Gewinnsüchtigen!?
so können Sie höchstens gespannt sein ob Ihnen ein Hungernder einmal ganz ohner Skrupel (nach den Neoliberalen) auch noch das letzte Hemd auszieht (falls noch eines über ist)
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