Streit um Elbphilharmonie beendet

5. Juli 2012, 20:19
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Stadt und Baufirma über Weiterbau des Konzerthauses einig

Hamburg -  Nach acht Monaten Baustillstand haben sich die Stadt Hamburg und der Baukonzern Hochtief doch noch auf den Weiterbau der Hamburger Elbphilharmonie geeinigt. "Es ist uns gelungen, den weiteren Fortgang des Baus von den Streitigkeiten der Vergangenheit abzulösen und eine Vereinbarung mit Hochtief über die Fertigstellung des Projekts zu erreichen", sagte Kultursenatorin Barbara Kisseler  am Donnerstag in Hamburg in einer gemeinsamen Erklärung mit Hochtief.

Danach haben die Stadt und Hochtief Eckpunkte für eine Neuordnung abgeschlossen. Kernpunkte der Abmachung sind eine Neuordnung der Planungsverantwortlichkeiten, ein Zeitplan zur Fertigstellung und die Einigung auf ein Schiedsgerichtsverfahren. Die Übergabe des spektakulären Konzerthauses ist nun für Sommer 2015 geplant.

Hochtief-Vorstandsmitglied Marcelino Fernández Verdes erklärte: "Wir haben gemeinsam eine Lösung für die kritischen Punkte gefunden: Das Saaldach wird ohne Abstriche bei der Sicherheit so schnell wie möglich gebaut, gemeinsam mit Herzog & de Meuron werden wir die Planung für das Gebäude abschließen. Außerdem haben wir einen Modus für den Umgang mit strittigen Themen gefunden."

Auch David Koch, verantwortlicher Projektpartner der Architekten Herzog & de Meuron, begrüßte die Einigung: "Es wurden nun Möglichkeiten dafür geschaffen, das Projekt Elbphilharmonie erfolgreich fertigzustellen." Hochtief werde das Saaldach nachrüsten und es zusammen mit der Fassade innerhalb eines Jahres fertigstellen. Sämtliche Planungen insbesondere für die Gebäudetechnik sollen Hochtief und Herzog & de Meuron gemeinsam erstellen.

Die Stadt hatte mit der Kündigung aller Verträge gedroht, sollte sich Hochtief nicht bereiterklären, die Arbeiten am Dach des Konzertsaals wieder aufzunehmen. Seit Jahren streiten sich die Stadt Hamburg und Hochtief um das spektakuläre Bauwerk. Zunächst sollte das Konzerthaus 77 Millionen Euro kosten und 2010 fertig sein. Mittlerweile liegen die Kosten für den Steuerzahler bei mindestens 323 Millionen Euro.   (APA, 5.7.2012)

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