100 Meisterwerke aufgetaucht

5. Juli 2012, 19:31

Sensationsfund des Barockkünstlers Caravaggio

Mailand - Klingt eigentlich nach professioneller Fälscherwerkstatt - oder wie ein Märchen: In einem Mailänder Schloss wurden rund hundert Zeichnungen und Gemälde des Barockkünstlers Caravaggio (1571-1610) entdeckt.

Doch Experten beteuern deren Echtheit. Auch ein handschriftlicher Zettel inmitten des Kunstkonvoluts im Castello Sforzesco wurde mittels grafologischen Gutachtens als echte Handschrift Caravaggios zertifiziert.

Die Wissenschafter Maurizio Bernadelli Curuz und Adrianna Concon Ferdigolli haben zwei Jahre die Forschungsarbeiten geleistet und sind sich sicher, dass es sich keineswegs um Fälschungen handelt. Die Werke sollen aus Caravaggios Jugendjahren stammen, als er vier Jahre lang, von 1584 bis 1588, bei dem Maler Simone Peterzano in die Lehre ging. In einer Werksammlung von Peterzanos Schülern seien die Caravaggios auch aufgetaucht.

Geboren als Michelangelo Merisi in Mailand, nannte er sich nach dem Herkunftsort seiner Eltern kurzerhand Caravaggio. Der als verrucht verrufene Künstler galt mit seiner realistischen Bildgestaltung als Überwinder des Manierismus. Gemessen an durchschnittlichen Auktionspreisen von Werken dieser Zeit wird der Wert des Fundes auf rund 700 Millionen Euro geschätzt. (asch, DER STANDARD, 7./8.7.2012)

Italienische Artikel zum Thema:

Share if you care
5 Postings
Die beiden Experten waren nie vor Ort

Sehen Sie selbst!

http://heutejournalplus.zdf.de/

Faszinierend, wie die PRIVATMEINUNG zweier windiger Kunsthistoriker

hier bereits als historisch verbürgte Tatsache verkauft wird!

Es ist immer wieder erstaunlich wie nach hunderten von Jahren Werke der alten Meister auffauchen die man als verschollen an sah. Ich drücke dem möglichen Verkäufer die Daumen das der von selbsternannten „Experten” nicht nieder gemacht wird.

Diese "Entdeckung" dürfte so vertrauenswürdig sein

wie die Entdeckung von "Caravaggios Totenschein" in Porto Ercole!

wenn die bilder und zeichnungen

meinen ansprüchen an den begabtesten borderliner aller zeiten entsprechen, is ma des wurscht.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.