Williams Favoritin gegen Radwanska

6. Juli 2012, 15:26
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85 Asse bereits vor dem Endspiel - Radwanska kämpft um Nummer eins - Melzer hat Olympia noch nicht im Kopf

London - Serena Williams ist am Samstag die große Favoritin im Wimbledon-Damenfinale 2012 . Die viermalige Turniersiegerin hat in ihren davor sechs Partien 85 Asse serviert und ist im Endspiel über die als Nummer 3 gesetzte Polin Agnieszka Radwanska, die erstmals in einem Grand-Slam-Endspiel steht, zu stellen. Mit ihrem 14. Grand-Slam-Sieg würde Williams aber die Paszek-Bezwingerin Wiktoria Asarenka zur neuen Nummer eins der Welt machen.

Williams hatte die Weltranglisten-Zweite und Australian-Open-Siegerin aus Weißrussland im "vorweggenommenen Finale" mit 6:3,7:6 bezwungen und dabei eine grandiose Leistung insbesondere mit dem Aufschlag gezeigt. Der 30-Jährigen gelangen 24 Asse, ein Wimbledon-Rekord bei den Frauen. Auf der WTA-Tour hatte es nur die Estin Kaia Kanepi vor vier Jahren in Tokio gegen Lucie Safarova ebenfalls auf 24 Asse in einem Spiel gebracht, seit Asse von der WTA offiziell als Statistik geführt werden.

Dass Serena Williams in Wimbledon zum siebenten Mal im Finale steht (letzter Sieg 2010), ist eine späte Genugtuung für das Erstrunden-Out vor sechs Wochen in Roland-Garros. Schon in Australien war Williams unerwartet früh ausgeschieden. Turniersiege feierte sie seit ihrem Comeback nach der Scherben-Verletzung am Fuß erst in Charleston (April) und Madrid (Mai).

Finalgegnerin Agnieszka Radwanska hingegen betritt Neuland und kämpft ihrerseits um die Spitzenposition in der Weltrangliste, die ihr bei einem Finalsieg sicher wäre. "Da wird ein Traum für mich wahr", sagte Radwanska. "Ich spiele seit fast 18 Jahren Tennis. Und natürlich träumt man davon, einmal in einem Grand-Slam-Finale zu stehen." Radwanska ist die zweite polnische Grand-Slam-Finalistin nach Jadwiga Jedrzejowska, die 1937 drei Endspiele erreichte und zwei Jahre später nochmals bei den French Open bis in das Finale vorstieß.

Hoffnung auf einen weiteren Wimbledon-Titel hatte am Freitagmittag auch noch Jürgen Melzer. Zusammen mit dem Deutschen Philipp Petzschner bestritt der Niederösterreicher an diesem Tag (2. Match nach 14.00 MESZ) das Halbfinale gegen Robert Lindstedt/Horia Tecau (SWE/ROM-5), die zuvor das Doppel mit Julian Knowle bezwungen und somit ein Österreicher-Duell im Halbfinale verhindert hatten. "Schade. Ich hätte es dem Julian sehr gegönnt, hier im Halbfinale zu stehen", sagte Melzer.

Mit der eigenen Leistung war der Österreicher zuletzt zufrieden, deshalb zeigte er sich auch optimistisch. "Wenn es darauf angekommen ist, haben wir immer meistens unsere Leistung gebracht", hoffte Melzer auf einen weiteren Erfolg in der Arena, wo er in Bälde auch um eine Olympia-Medaille kämpfen wird.

"Aber Olympia ist im Moment nicht in meinem Kopf", sagte Melzer. "Wir haben hier ein Wimbledon-Turnier zu spielen und darauf konzentrieren wir uns. Für Olympia muss man ohnehin wieder speziell trainieren." (APA/Reuters, 5.7.2012)

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    Serena Williams steht wieder im Finale.

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