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Weil die Knochen mit zunehmendem Alter schwächer und zerbrechlicher werden, steigt das Hüftbruchrisiko ab 65 Jahren kontinuierlich. Vitamin D hilft, Hüftbrüche zu verhindern, allerdings nur bei hoher Dosierung. Zu diesem Schluss gelangt eine vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützte Studie.
Gesunde Knochen erneuern sich, indem sie mit Hilfe von Vitamin D fortwährend Kalzium und Phosphat aufnehmen. Fehlt das Vitamin D, werden die Knochen brüchig. Oft geschieht dies im Alter, wenn die Fähigkeit der Haut nachlässt, mit der Energie des Sonnenlichts Vitamin D zu produzieren. Deshalb sind drei Viertel aller Knochenbrüche bei Personen über 65 Jahren zu verzeichnen. In Europa nimmt diese Altersklasse stark zu, bis 2050 ist daher mit einer Verdoppelung von Hüftbrüchen zu rechnen.
Widersprüchliche Resultate
Mehrere klinische Studien haben untersucht, ob die Anzahl Hüftbrüche und die damit verbundenen horrenden Kosten mit einer präventiven Verabreichung von Vitamin D reduziert werden können. Sie gelangten zu widersprüchlichen Resultaten. Nun haben Forschende um Heike Bischoff-Ferrari vom Zentrum Alter und Mobilität der Universität Zürich sich einen neuen Überblick über die Daten verschafft. In ihrer soeben im New England Journal of Medicine veröffentlichten Meta-Analyse gelingt es ihnen, die Widersprüche aufzulösen.
Bischoff-Ferrari und ihre Kolleginnen und Kollegen vom Universitätsspital Zürich und Stadtspital Waid haben sich mit den Originaldaten von etwas mehr als 30.000 betagten Personen befasst, die an elf verschiedenen klinischen Studien zur Vitamin D Supplementation teilgenommen hatten. Erstmals berücksichtigten sie dabei, dass einige Personen weniger Vitamin-D-Tropfen schluckten als vorgesehen, andere aber auch außerhalb der Studie zusätzliches Vitamin D zu sich nahmen.
Umstrittene Dosis-Wirkungs-Beziehung
So belegten die Forschenden um Bischoff-Ferrari eine bisher umstrittene Dosis-Wirkungs-Beziehung: Nur wenn Vitamin D tatsächlich in ausreichender Menge eingenommen wird, entfaltet es seine schützende Wirkung. Das Hüftbruchrisiko verminderte sich um dreißig Prozent bei denjenigen Personen, die mindestens 800 internationale Einheiten (IE) Vitamin D pro Tag zu sich nahmen.
Von dieser Dosierung profitieren sowohl gebrechliche als auch gesunde, noch zu Hause lebende Seniorinnen und Senioren. "Unsere Studie bildet die im Moment wichtigste Evidenzbasis, um die vom Bundesamt für Gesundheit empfohlene höhere Dosierung bei älteren Personen zu bekräftigen", sagt Bischoff-Ferrari. (red, derStandard.at, 5.7.2012)
Heike A. Bischoff-Ferrari, Walter C. Willett, Endel J. Oray et al
(2012):
"A Pooled Analysis of Vitamin D Dose Requirements for Fracture Prevention"
New England Journal of Medicine 367: 40-49.
(als PDF beim SNF erhältlich; E-Mail: com@snf.ch)
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Ansonsen 5000IU - da kannst nix falsch machen...
Und es bringt was
MS Kranke hatten (auf Initiative eines deutschen etablierten Ärztekreises) erst kürzlich über Jahre Hochdosen bekommen 30 000 und mehr...hat ihnen geholfen.Keine Nebenwirkungen!
Bei Solarium wird zu wenig produziert und zudem müsste man viel zu oft dafür ins Solarium. Da ist die Schädigung für die Haut viel höher (siehe Hautkrebsrisiko). Da ist es weit zielführender die Dosis über Tablettenform zu nehmen. Das bringt mehr, kostet keine Zeit und auch weniger Geld und schädigt nicht den Körper.
Täglich an die Sonne, aber auch nur im Sommer und ohne Sonnencreme und mit wenig bedeckter Haut. Sonst kriegt man auch zu wenig Vitamin D. Im Winter ist es schlicht unmöglich (weil die Sonneneinstrahlung zu schwach ist), da hilft nur ein Nahrungsergänzungsmittel dagegen.
Vitamin D kann zwar vom Körper gespeichert werden, aber nicht sehr lange. Selbst wenn man über den Sommer sehr viel Vitamin D durch die Sonne bekommt, hält das maximal 2-3 Monate um versorgt zu bleiben. Da reden wir dann von Dezember, Winter ist aber in Österreich länger und bis man da über die Sonne wieder auftanken kann, ist man schon im Mangel. Daher ist es wichtig, das rechtzeitig über Nahrungsergänzungsmittel auzugleichen. Das ist jetzt so und das war auch damals so (wobei jetzt die Wichtigkeit von Vitaminen und Mineralstoffen der Medizin langsam zu Bewusstein kommt und auch die Referenzwerte dementsprechend angepasst werden). Dieser Punkt hat mit Ernährung weniger zu tun. Bei anderen Vitaminen trifft das zu, was Sie schreiben.
Ja, die Ernährung macht auch viel aus. Bei Vitamin D leider nicht. Weil man sehr wenig über die Ernährung aufnehmen kann (außer man würde täglich 2 Kilo Pilze, Seefisch etc. essen, was kein Mensch schaffen kann). Da ist die Sonneneinstrahlung sehr wichtig und der entscheidende Faktor bei der Vitamin D-Bildung (was aber selbst bei Berufstätigen sehr schwer ist - wer hat schon die Möglichkeit auch im Sommer mit kurzer Kleidung rauszugehen, wenn man z.B. im Anzug/Kostüm rumlaufen muss?).
Wie ernähren Sie sich? Trinken Sie Alkohol? Rauchen Sie? Nehmen Sie Medikamente?
Es gibt eine Vielzahl von Dingen, die unserem Vitaminhaushalt schaden.
Wenn Sie in der Sonne sind: Schmieren Sie sich regelmäßig mit Sonnencreme ein? Dann können Sie nämlich auch kein Vitamin D bilden.
Auch hier ist der Status von Calzium wichtig. Denn bei einem Vitamin D-Mangel hat man sehr oft automatisch einen Calziummangel, weil diese beiden Faktoren zusammenhängen. Würde man sich z.B. bei einem Vitamin D-Mangel sehr calciumreich ernähren, würde das gar nichts bringen, weil ohne Vitamin D, das Calzium nicht verwertet werden kann. Da hängt viel zusammen. Selbst ohne Ernährungsfehler.
Stark vereinfachte Faustregel: Ohne Sonnenbrand - kein Hautkrebs. Ohne Sonnebrand - Sonne gesund und essenziell für die Gesundheit.
Die Dosis macht's. Selbst die empfindlichsten Typen halten am Abend 10 Minuten in der Sonne aus. Und: Mit der Regelmäßigkeit verringert sich auch die Empfindlichkeit. War auch bei mir so.
Definitiv. Allerdings bringt die Abendsonne nichts mehr. Man müsste schon mittags für eine halbe Stunde raus. Das ist für helle Typen schon schwieriger, ohne Sonnenbrand davon zu kommen. Da müsste jeder schauen, wie viel erträglich ist, ohne Sonnenbrandgefahr.
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