Wikileaks veröffentlicht zwei Millionen Mails zu Syrien

5. Juli 2012, 17:12
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Mails von Politikern, Ministerien und Behörden von 2006 bis 2012 - "Material ist sehr peinlich für Syrien, aber auch für seine Gegner"

London/Damaskus/Ankara - Und wieder schlägt Julian Assange zu: Die Enthüllungsplattform Wiki leaks hat am Donnerstag mit der Veröffentlichung von zwei Millionen E-Mails über die Machthaber in Syrien begonnen. Es gehe um die gehackte elektronische Post von Politikern, Ministerien und nachgeordneten Behörden aus dem Zeitraum von 2006 bis 2012, erklärten Vertreter von Wikileaks auf einer Pressekonferenz in London. Wikileaks arbeite bei der Veröffentlichung erneut mit inter nationalen Medienorganisationen zusammen.

"Das Material ist peinlich für Syrien, aber auch für seine Gegner", hieß es in einer Mitteilung von Wikileaks-Gründer Assange. Es sei nicht so sehr für Schuldzuweisungen geeignet, sondern dafür, den Konflikt zu verstehen. In den am Donnerstag online gestellten Mails geht es etwa um ein Geschäft der Firma Selex, einer Tochter des italienischen Rüstungskonzerns Finmeccanica, mit Damaskus. Selex verkaufte den Syrern ein System namens Tetra, das der syrischen Polizei eine sichere und störungsfreie Kommunikation ermöglicht.  (DER STANDARD, 5.7.2012)

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