Lawrow: Asyl für Assad in Russland "ein Witz"

5. Juli 2012, 15:42
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Westerwelle in Moskau: "Wir wollen gemeinsam eine politische Lösung" - Merkel: Gewaltanwendung dramatisch

Moskau/Berlin - Russland hat Vorschläge aus dem Westen als "Witz" zurückgewiesen, dem syrischen Präsidenten Bashar al-Assad Asyl in Moskau zu gewähren. Es sei sinnlos, über Assads Schicksal zu diskutieren, bevor nicht die Syrer miteinander verhandelten. Das sagte Außenminister Sergej Lawrow am Donnerstag nach einem Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen Guido Westerwelle in Moskau.

"Wir wollen gemeinsam eine politische Lösung", sagte Westerwelle. Allerdings machte er deutlich, dass die Positionen auf dem Weg dorthin noch auseinandergehen. Die Vereinten Nationen hätten die Hauptaufgabe, die Gewalt zu beenden.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel mahnte neuerlich zu einer friedlichen Lösung des Konflikts in Syrien. Die Gewaltanwendung dort sei dramatisch, sagte Merkel nach einem Gespräch mit dem libanesischen Ministerpräsidenten Najib Mikati am Donnerstag. Merkel betonte bei dem Treffen in Berlin, "dass wir alles tun müssen, international zu versuchen, auf friedlichem Wege die Situation in Syrien zu beruhigen." (APA, 5.7.2012)

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