Salzburg stellt Leonardo frei

Wegen kritischer Äußerung des Brasilianers in einem Interview über Maierhofer

Salzburg - Der Brasilianer Leonardo hat wohl keine Zukunft mehr bei Red Bull Salzburg. Der Double-Gewinner stellte den quirligen und trickreichen Offensivspieler am Donnerstag frei. Der 29-Jährige werde an keinem Mannschaftstraining mehr teilnehmen und könne sich einen neuen Verein suchen, gaben die Salzburger via Aussendung bekannt. Leonardo hatte sich in einem laola1-Interview abfällig über seinen Mannschaftskollegen Stefan Maierhofer geäußert und damit ein Tabu gebrochen.

"Freunde werden wir sicher keine mehr. Wir sind Kollegen und müssen für Red Bull alles geben. Ich bin aber im Gegensatz zu ihm kein Showman. Er will immer im Mittelpunkt stehen. Ich mache das über Fußball, er eben über andere Sachen", hatte Leonardo über Kollegen Maierhofer gesagt.

"Der Teamgedanke muss immer an erster Stelle stehen, denn nur gemeinsam lassen sich unsere sportlichen Ziele verwirklichen", sagte Sportdirektor Ralf Rangnick. Das gelte insbesondere für einen respektvollen Umgang miteinander. "Die Freistellung gibt Leonardo nun die Zeit, sich ernsthaft mit seinem Verhalten auseinanderzusetzen", so der Deutsche.

Leonardo war schon kurz nach dem Abgang von Ex-Coach Ricardo Moniz nach einem Disput mit dem damaligen Co-Trainer Piet Hamberg aus dem Kader geflogen, hatte aber mit dem Beginn der Amtszeit von Roger Schmidt und Rangnick eine neue Chance erhalten. (APA, 5.7.2012)

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