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Mehr Turnunterricht, fordert der Sportminister.
Verteidigungs- und Sportminister Norbert Darabos (SPÖ) sprach sich am Donnerstag im Nationalrat für eine verpflichtende tägliche Turnstunde an den Schulen aus. Derzeit sei man von diesem Ziel aber "leider noch weit entfernt", so der Minister laut einer Aussendung der Parlamentskorrespondenz. Der SPÖ-Politiker würde sich hier mehr Kooperation mit den Schulen wünschen.
Die verpflichtende Turnstunde ist für Darabos eine "zentrale Frage", hätte aber "viele Gegner". Der Minister wies in der Fragestunde im Parlament daraufhin, dass es bereits in Kooperaton mit dem Unterrichtsministerium Projekte gäbe, die das Bewusstsein für die Bewegung wecken sollen. Sein Ressort setze sich zudem für Wintersportwochen an den Schulen ein. Gefragt, ob im Sommer die Turnplätze der Schulen offen bleiben könnten, meinte Darabos, dass der politische Wille dafür durchaus gegeben sei. (red, derStandard.at, 5.7.2012)
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und bezahlen tut es die Jetti Tant? Seit 10 Jahren wird nur mehr gekürzt (gerade beim Sport und den Freigegenständen, wo man sich bewegen könnte...) und man ist nicht einmal mehr in der Lage den Unterricht in Mathematik, Deutsch usw. ausreichend zu finanzieren, das Ministerium kam ins Schlingern, als es darum ging die Mieten für die Gebäude an die BIG zu bezahlen...
nur wenn wir unsere kids dazu bringen sich zu bewegen, können wir den alarmierenden gesundheitlichen verfall unserer nachkommen aufhalten. und da viele eltern heutzutage nicht in der lage, nicht willens, zu faul, zu unfähig sind ihre kinder zum sport zu bringen, muss es die schule übernehmen.
diese maßnahme bringt 5-mal die woche 50 minuten bewegung. das ist super. wenn das in der volksschule beginnt, dann ist es auch gerade noch möglich die gröbsten bewegungsmankos auszugleichen.
Die Frage ist, ob sich die Kids dabei auch wirklich richtig bewegen werden und ihnen nicht eher die Bewegung damit ausgetrieben wird. Wenn ich nur an den Turnunterricht hierzulande denke, uagh, da läuft einen so manch ein Schauer über den Rücken.
Von der Umsetzbarkeit rede ich jetzt nocht gar nicht....
Der Hinweis auf die tägliche Turnstunde ist die erste positive Meldung von politischer Seite seit Gehrer. Ich kann mich noch gut erinnern, wie Gehrer alle LeibeserzieherInnen (heute Bewegungs- und SporterzieherInnen (wichtiger Reformschritt)) übertöpelte und im letzten Moment die Turnstunden strich. Wie Hyänen sind die MathematikerInnen und SprachlehrerInnen über diese Stunden hergefallen. Weniger Sportstunden sollten Jugendliche entlasten. Auch weniger bildenerische Erziehung und Musikunterricht dienten der sogenannten Entlastung. Heute gibt es immer wiederkehrende Berichte über den schlechten Gesundheitszustand unserer Kinder und Jugendlichen, aber das Unterrichtsministerium ist nur politisch umgefärbt, aber um nichts besser besetzt.
Liebend gern würde ich u.a. Hockey, Mountainbiking oder Muay Thai ausüben. Nur: Die Schule bietet keine einzige Sportart an und in der burgenländischen Prärie einen Sportverein finden, ist nun auch nicht die einfachste Sache der Welt.
So bin ich eben ein "depata" Jugendlicher der vielleicht bis auf ein bisschen Biken im Sommer keinen Sport macht und so seinen Gesundheit riskiert. Aber was soll man machen.
Außer natürlich, wenn Bewegung per Unterrichtsgesetz nur im Turnsaal stattfinden darf...
Ansonsten könnten die Kinder doch:
- den Tag mit Tai-Chi beginnen
- jede Stunde mit ein paar Gymnastikübungen beginnen und beenden
- eine längere Lauf- und Bewegungspielpause (Fußball, Fangerl, ballspiele, Gummitwist...) im Hof, der Aula, Gemeinschaftsraum machen
- 10 Minuten tanzen zum Stundenende...
Könnten die Klassenräume genutzt werden, kämen die Kinder schon auf die tägliche Bewegungsstunde.
OK, aber:
1) sie brauchen den Raum dafür
2) die meisten Dinge, die sie freiwillig machen, sind sozial und schließen wieder andere Leute aus, die nicht zur jew. Clique gehören
3) dank Vorurteilen oft sogar gegendert - Fußball und Gummihopse...
4) vor anderen TANZEN müssen wird Lästerei fördern.
Die Ideen sind aber nicht per se schlecht! Ich möchte nur anmerken, dass das bedacht werden muss.
das sind natürlich lauter sachen mit denen man jugendliche für bewegung begeistern kann. mit den knacki-lehrerinnen thai-chi oder im kreis rumhüpfen. woher kommt eigentlich die allgegenwärtige verblendung, dass schüler eine besondere art von menschen sind, mit denen man alles machen kann, was man selber oder irgendwelche "experten" für gut, spannend oder wichtig halten?
wer bewegung fördern will, der muss ein breites und attraktives angebot für die unterschiedlichen bedürfnisse schaffen und keine zwangsbeglückung von dem, was gerade möglich ist!
Kinder und Jugendliche brauchen unbedingt perfekt gestylte und kommerziell-professionell aufbereitete Sportangebote? Was wollen Sie? Jungen Menschen Freude an der Bewegung vermitteln oder Aportartikel-Provisionen kassieren? Radfahren kann man auch ohne "Funktionskleidung", Laufen ohne Schrittcomputer, Tanzen, Gymnastik, Fußballspielen, Volleyball, asiatische Entspannungsübungen, Yoga und Muskeltraining ohne großes Schistigschasti. Und dann jammern, dass unsere Jugendlichen kommerzialisiert und überorganisiert sind.
Aikido und Jiujitsu fände ich für die Schule auch sehr gut, da es Verteidigungssportarten sind. Die meisten Schüler sind zwar nette Leute, aber man möchte sich gegen die 1,2 Aggressiven verteidigen wollen, die es nicht sind (oder selbst dort Energie abbauen lernen).
((Ich habe gerade Schulhofprügeleien in einer kampfsportorientierten Schule im Kopf...))
Gymnastik und Yoga OHNE ausgebildeten Lehrer ist schon mal eine heftige Gefahrenquelle.
Beim Yoga darf man die Wirbelsäulenverdrehungen und viele andere Bewegungen nie ruckartig machen und die Schüler muss man dauernd daran erinnern, dass es kein Wettkampf ist und die natürliche Varianz von Körpern jedem andere Maxima gibt. Gerade junge Leute messen ja gerne ihre Kräfte und bilden sich dann was drauf ein, Yogalehrer müssen auch diesem Aspekt entgegenwirken, da sich ja alle freiwillig und mit Respekt vor sich und anderen bewegen sollen.
Gymnastik ist Yoga auf europäisch, gleiche Sache. Ich erinnere mich mit Horror dran, dass wir Crunches und Situps auf Zeit gemacht und für die Anzahl benotet wurden. Anreißen freut die Wirbel.
Keine Ahnung, wie Sie als Volksschüler waren - mir hätte Tai-Chi und Tanzen Spaß gemacht, aber ich stamme aus einer Generation, die noch zu Fuß in die Schule gegangen ist, da kam die Bewegung ohnehin nicht zu kurz - wenigstens nicht auf dem Heimweg, auf dem die Buben den Mädchen nachrannten, Abkürzungen durch Wiesen, Sandgruben und über vereiste Straßen genommen wurde, Schneballschlachten geschlagen wurden oder gemächlich Haus für Haus und Garten für Garten betrachtet wurde auf der Suche nach Geheimnissen und anderen interessanten Dingen
.....den Schülern Anlagen für Bewegen zur Verfügung zu stellen.
Bei uns gab's, z.B., früher immer in der Pausenhalle Tischtennistische die sehr frequentiert wurden. Die Schulleitung hat sie entfernt und stattdessen Couches hingestellt. Schließlich muss man Motivation schaffen.
nannten die täglichen Bewegungsminuten zwischen den Einheiten ZWISCHENTURNEN, dem sportlichen Einfallsreichtum war nur durch das Platzangebot in den Klassen mit 34 Kindern Grenzen gesetzt, aber es war möglich und wurde von den Kindern gern angenommen.
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